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Newsletter 3/2012


Wieder gibt es viele Todesfälle unter den Delfinen. Die Zahl der in Cape Cod (im Osten der USA) gestrandeten Gemeinen Delfine ist in diesem Jahr mittlerweile auf 200 gestiegen. Man bedenke: In dieser Region stranden sonst das ganze Jahr über durchschnittlich 38 Delfine! In Peru wurden im Februar mehr als 260 tote Delfine an Land gespült. Auch an Irlands Küsten ist die Strandungszahl in diesem Jahr besonders hoch.

Die Maui-Delfine (eine Unterart des Hector-Delfins) – die kleinsten und seltensten Delfine – sind akut vom Aussterben bedroht. Nur noch 55 Tiere soll es vor Neuseelands Küsten geben. Thomas Tennhardt vom Naturschutzbund Berlin teilt mit, dass es weniger als 20 fortpflanzungsfähige Weibchen gebe. Mehr dazu unter welt.online.

Unkonventionelle Rettungsaktion

Aber es gibt auch Erfreuliches zu vermelden. So haben Badegäste an einem Strand in Brasilien ca. 30 Gemeine Delfine gerettet, als diese plötzlich angeschwommen kamen und auf dem Sand landeten. Das Video, das ein Badegast gedreht hat, ist mittlerweile über 3 Millionen Mal angeklickt worden. Falls du es noch nicht gesehen hast, dann kannst du hier den Film anschauen.

Jagd vorzeitig abgebrochen

Erfreulich ist auch, dass die japanischen Walfänger in der Antarktis die Jagd auf Zwerg- und Finnwale vorzeitig abgebrochen haben. Offiziell heißt es, das schlechte Wetter hätte sie zur Umkehr nach Japan gezwungen, doch eine wesentliche Rolle zum Entschluss der Japaner werden auch Paul Watson und seine Crew von Sea Shepherd gespielt haben. Denn sie haben zum achten Mal in Folge die Walfänger bei ihrem grausamen Tun gestört. Fazit: Nur etwa ein Drittel der Tiere, die auf der Abschussliste der Japaner standen, wurde tatsächlich erlegt … Paul Watson hat angekündigt, die Japaner so lange mit Aktionen am Walfang zu stören, bis diese endlich aufhören, Wale zu töten. Mehr dazu auf der Website von Sea Shepherd.

Finnwale (Foto: Rüdiger Hengl)

818 Delfine wurden in Taiji gefangen

Auch in Taiji (im Südosten Japans) ist erst mal Ruhe eingekehrt. Seit 28. Februar 2012 wurde kein Delfin mehr geschlachtet. Die Bilanz hier lautet: Zwischen 1. September 2011 und 27. Februar 2012 wurden in Taiji/Japan 818 Delfine gefangen. Die Delfinjäger hatten es auf acht verschiedene Delfinarten abgesehen. 719 Tiere wurden getötet und ihr Fleisch wurde anschließend in den Läden und auf den Märkten rund um Taiji verkauft. 48 Meeressäuger wurden wieder freigelassen. 51 landeten in einem Gehege im Hafen von Taiji, um von dort an Delfinarien in Asien verkauft zu werden.

Auch hier wurde die Tötungsquote nicht erreicht, die den japanischen Delfinfängern von der Verwaltung ihres Distrikts zugestanden wird. Ob das daran liegt, dass es in diesem Gebiet mittlerweile weniger Delfine gibt, ob das Wetter zu schlecht war, um aufs Meer zu fahren, oder ob die zahlreichen Beobachter – die sogenannten Cove Guardians ein größeres Gemetzel verhindert haben, ist schwer zu sagen.

Mehr zu Taiji, den Tötungen und den Lebendfängen unter Etwa 5 Prozent sind Lebendfänge.

Intelligenz der Schweine

Delfinen wird eine hohe Intelligenz nachgesagt, und das ist mit ein Grund dafür, dass die Schutzbereitschaft für diese Tiere sehr groß ist.

Doch beim ganzen Hype um die sympathischen Großen Tümmler (sie sind die bekanntesten und am besten erforschten Delfine) sollte man die anderen Tiere nicht vergessen, die ebenfalls herausragende Fähigkeiten an den Tag legen und durch enorme Lernleistungen glänzen. Dazu gehören neben Elstern und anderen Rabenvögeln, Primaten und Elefanten auch Schweine. Ich habe mir zum Borstenvieh einmal ein paar Gedanken gemacht. Du findest meinen Beitrag unter Schwein gehabt.

Viel Schwein bzw. viel Glück wünsche ich dir für die kommende Zeit – und genieße den Frühling!

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