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Der Mensch und das Meer


Auf der „Rio+20“-Konferenz in Rio de Janeiro ringen zurzeit viele Staatsmänner (und -frauen) um Lösungen, wie der wachsende Hunger nach Nahrung und Energie gestillt werden kann, ohne dabei die natürlichen Grenzen unseres Planeten zu überschreiten.

Netze können Walen gefährlich werden (Foto: Susanne Gugeler)

Der Mensch wird in Zukunft noch mehr als bisher vom Meer und dessen Ressourcen abhängig sein. Von 7 Milliarden Erdbewohnern ernähren sich 3 Milliarden primär aus dem Meer. Doch die Bevölkerung wächst immer weiter und somit auch der Bedarf an Fisch und anderen Meeresfrüchten.

Schon jetzt ist der Zustand der Meere besorgniserregend. Plastikmüll, Überfischung, Schadstoffe, Ölförderung, zunehmende Seeschifffahrt sind nur einige Reizworte, die auf eine riesige Problematik hindeuten. Der Wissenschaftliche Beirat der Bundesregierung Globale Umweltveränderungen hat die Zukunft der Meere so zusammengefasst: zu warm, zu hoch, zu sauer.

Der Chemie-Nobelpreisträger Paul Crutzen hat für das Problemzeitalter einen eigenen Namen geschaffen: das Anthropozän. Die Menschheit hat die Macht einer geologischen Kraft und verändert die natürlichen Abläufe des Erdsystems zunehmend und umunkehrbar.

Meereswissenschaftler befürchten ein immenses Artensterben in den nächsten Jahren. Schutzabkommen, die für die Natur gelten, beziehen sich zwar auch auf die Weltmeere, doch sie lassen sich dort nicht umsetzen oder überwachen.

Eine Verbesserung der Lage ist in weiter Ferne …
(Quelle: Zu warm, zu hoch, zu sauer)

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