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Bitte nicht jagen!


Das Geschäft mit Delfinen boomt. Immer mehr Touristen stürzen sich ins Wasser zu den Meeressäugern, um das Bild des Urlaubs zu schießen. Doch leider geht solch ein Verhalten oft auf die gesundheitlichen Kosten der Delfine.

Delfine vor Hurghada (Foto: S. Gugeler)

Delfine vor Hurghada (Foto: S. Gugeler)

Michael Stadermann ist Tauchlehrer und lebt schon mehrere Jahre in Hurghada am Roten Meer. Leider muss er immer wieder mit ansehen, wie rücksichtslos der Mensch mit seinem Lieblingstier umgeht.

Wie eine taktvolle Begegnung mit Delfinen aussehen kann, erfährst du im aktuellen Meeresakrobaten-Beitrag Mit Delfinen verantwortungsvoll umgehen.

Ein Kommentar

  1. Wenn man sich jetzt in Erinnerung ruft, dass Whale-Watching ja angeblich die ökologisch und tierrechtlich korrekte Alternative zu den deutschen Delfinarien (ca. 2,4 Mio. Besucher jährlich) sein sollen, komme ich doch irgendwie ins Grübeln:

    Packt man nämlich diese 2,4 Mio. Delfinbegeisterten beispielsweise ans Rote Meer, braucht man dazu nicht nur 12.000 voll besetzte Flugzuege (A340 o.Ä.) sondern auch rund 48.000 Boote à 50 Personen, die mit ungeschützt rotierenden Propellern und dröhnenden, ölspuckenden Motoren auf Delfinschulen zuhalten.

    Für Ägypten wäre das sicherlich ebenso eine finanziell attraktive Sache, wie für die Reiseveranstalter und Fluglinien – Ich wage aber zu vermuten, dass die wild lebenden Delfine das voraussichtlich anders sehen würden.

    Letztlich ist sogar zu befürchten, dass das (real existierende) Whale-Watching den betroffenen Delfinen weit mehr Leid antut, als die Delfinhaltung in ordentlich geführten (EU-europäischen) Delfinarien (sofern man dort überhaupt von "Leid" sprechen kann). Jedenfalls werden in den Delfinarien ganz sicher keine Delfine von Bootspropellern aufgeschlitzt oder von Schnellbooten gerammt.

    Und zu guter Letzt sei noch erwähnt, dass gerade die Touristen-Whale-Watcher auch meist diejenigen sind, welche die oft indiskutabel schlecht geführte Delfinarien in den entsprechenden Ländern mit ihren Eintrittsgeldern erst so lukrativ machen.

    Wenn die Welt doch nur so einfach wäre, wie sich manche Idealisten das wünschen …

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    P.S.: In Island (und auch auf den Färöer-Inseln) sind es zumeist die Whale-Watching-Touristen, die im Restaurant Walfleisch bestellen …

    geschrieben von Norbert

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