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Im Oktober startet neuer Delfin-Film in den Kinos


Nach „Mein Freund, der Delfin“ gibt es ab 9. Oktober ein neues Kino-Erlebnis. Mit der gleichen Schauspielbesetzung wie in „Dolphin Tale 1“ geht die rührige Geschichte um Winter, den flukenlosen Großen Tümmler, in die zweite Runde.

Großer Tümmler hinter der Unterwasserscheibe (Foto: Frank Blache)

Großer Tümmler hinter der Unterwasserscheibe (Foto: Frank Blache)

Winter in der Realität und im Film

Winter ist kein animierter Delfin, sondern ein reales Tier, das vor fast zehn Jahren in einer Krabbenfalle so schwer verletzt wurde, dass seine Schwanzflossse amputiert werden musste. Seit 2005 lebt Winter im Clearwater Marine Hospital in Florida/USA. Konstrukteure haben für das weibliche Tier eine Prothese gebaut, die dem Delfin bei der Fortbewegung hilft.

Täglich bekommt Winter für insgesamt eine Stunde die Silikon-Prothese wie einen Art Strumpf angezogen. Länger darf sie die Kunstflosse nicht tragen, denn das Material reibt die Haut zu sehr auf.

Im neuen Film verliert Winter seine Ziehmutter. Damit Winter nicht an ein anderes Delfinarium abgegeben werden muss, suchen seine menschlichen Freunde nach einem Spielgefährten für das behinderte Tier.

Winter schwimmt nun mit Hope

Auch das Drehbuch des zweiten Winter-Films orientiert sich an Winters tatsächlichem Schicksal. So teilte sich das Delfin-Weibchen bis im letzten Jahr ein Becken mit ihrer 40 Jahre alten tauben Ziehmutter Panama. Panama verstarb leider im September 2013. Inzwischen hat sich Winter sehr gut mit Hope angefreundet.

Hope wurde im Dezember 2010 zusammen mit ihrer Mutter in der Indian River Lagoon an der Ostküste von Florida in seichtem Gewässer gefunden. Sie war damals noch ein Baby. Hopes Mutter starb. Hope wurde ins Hospital gebracht, wo sie 24 Stunden täglich beobachtet und mit einem Milch-Fisch-Shake versorgt wurde, bis sie über den Berg war. Da sie nie gelernt hatte, selbst Fisch zu fangen und sich außerdem zu sehr an Menschen gewöhnt hatte, konnte sie nicht wieder ausgewildert werden.

Im Clearwater Marine Hospital

Neben Winter und anderen Delfinen gibt es im Clearwater Marine Hospital noch verletzte Meeresschildkröten, Ottern oder aus privaten Aquarien ausgesetzte Haie. Das Ziel des Clearwater Marine Hospital ist es eigentlich, Tiere, die in Not geraten sind, wieder in ihre natürliche Welt zurückzuführen. Bei den Delfinen, die hier aufgenommen wurden, ist das leider nicht möglich. Sie wurden allesamt als Jungtiere von der Mutter verlassen gefunden und haben sich inzwischen zu sehr an den Menschen gewöhnt, um erfolgreich im Meer ausgewildert zu werden.

Einen Trailer zu „Dolphin Tale 2“ gibt es hier.

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