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Schauinsland-Reisen unterstützt wissenschaftlich geführte Delfinarien


Die MEERESAKROBATEN freuen sich, dass sich Schauinsland-Reisen zur Unterstützung von wissenschaftlich geführten Delfinarien bekennt. Vielen Dank dafür!

Orcas im Loro-Park (Foto: Philipp J. Kroiß)

Orcas im Loro-Park
(Foto: Philipp J. Kroiß)

In seiner Antwort auf den Protest einer Delfinariengegnerin, die pauschal sämtliche Einrichtungen, in denen Delfine gehalten werden, verurteilt und nicht unterscheidet zwischen wissenschaftlich geführten Anlagen und reinen Vergnügungsstätten, erklärt das Unternehmen auf seiner Facebook-Seite sinngemäß seine positive Einstellung zum Loro-Park folgendermaßen:

Kritisch und verantwortungsvoll

In der Stellungnahme, die auf der Facebook-Seite des Unternehmens veröffentlicht wurde, kann man lesen, dass sich die Firma Schauinsland selbstverständlich kritisch und verantwortungsvoll auch mit den Themen Umwelt- und Tierschutz auseinandersetzt. Daher wurden in der Vergangenheit bereits Mitarbeiter angewiesen, Ausflugsangebote in Delfinarien (etwa in der Türkei oder in Bulgarien) zu streichen. Diese Anweisung geschah deshalb, weil die betreffenden Delfinarien den Mindestanforderungen an eine tierfreundliche Haltung nicht nachkommen konnten.

Schauinsland steht hinter Konzept von Loro-Park

In der Stellungnahme heißt es weiter: „Demgegenüber stehen wir als Unternehmen hinter dem Konzept des Loro Parque auf Teneriffa und geben interessierten Reisenden daher auch weiterhin die Möglichkeit, den Besuch dieser Anlage über uns zu buchen. Selbstverständlich geschieht auch dies stets mit einer kritischen Distanz.

Der Loro Parque verfügt über eine Vielzahl unterschiedlicher Tierarten und Einrichtungen und ist kein reines Delphinarium. Bei den im Park lebenden Orcas etwa handelt es sich nicht um Wildfänge, sondern ausschließlich um Tiere, die in anderen Tierparks geboren wurden bzw. verletzt und hilflos gestrandet waren.

Vor allem aber engagiert sich der Loro Parque seit vielen Jahren mit Fachwissen und finanzieller Unterstützung in zweistelligen Millionensummen intensiv und mit nachhaltigem Erfolg für Umwelt- und Tierschutzprojekte weltweit. Dieses Engagement wäre ohne die Besucher des Parks nicht möglich.“

Daumen hoch!

Schauinsland unterstützt übrigens auch den Duisburger Zoo mit seinem Delfinarium.

Außerdem schreibt das Unternehmen, dass man die Orca- bzw. Delfinhaltung differenziert betrachten müsste. Genau das ist auch die Meinung der MEERESAKROBATEN. Deshalb Daumen hoch für Schauinsland-Reisen!

Reiseunternehmen, die den Loro-Park ebenfalls unterstützen

* Alltours: Teneriffa-Ausflüge
* FTI: FTI-Experten-Tipp: Loro Parque auf Teneriffa
* TUI:TUI – Mit Kindern reisen

6 Kommentare

  1. Ups, Michael, ich schlage vor, Sie machen erst mal Ihr „Album“ fertig und dann informieren Sie sich ordentlich über das Orca-Weibchen Morgan.;o))

    Hier die Kurzfassung: Morgan ist keine „gezüchtete Orca-Dame“, wie Sie schreiben, sondern ein Orca-Weibchen, das im Juni 2010 im Wattenmeer an der holländischen Küste geschwächt und unterernährt entdeckt wurde. Mitarbeiter der SOS-Station in Harderwijk haben Morgan gerettet und in der SOS-Station auf dem Gelände des Delfinariums in Harderwijk aufgepäppelt. Da Morgan offensichtlich von ihrer Familie verlassen wurde, kam eine Auswilderung nach einem längeren Genesungsaufenthalt in Harderwijk nicht in Frage. Ohne Gruppe ist ein in der Gemeinschaft jagendes Tier aufgeschmissen. Damit Morgan wieder unter Artgenossen sein kann, wurde sie schließlich im November 2011 in den Loro-Park auf Teneriffa gebracht, wo sie noch heute lebt.

    Zu Ihrer „Rechen-Akrobatie“:Ein Sportler kann enorme Leistungen vollbringen. Das heißt aber noch lange nicht, dass a l l e Menschen Extremsportler sind. So ist es auch bei Tieren. Auch hier gibt es Ausnahmeerscheinungen oder Situationen, die extreme Leistungen von Tieren erfordern (z.B. wenn sie auf der Flucht sind oder eine Beute jagen). Das heißt aber noch lange nicht, dass sie diese Höchstleistungen Minute für Minute abrufen.
    Ein schönes Beispiel ist der Wolf, der zurzeit in Deutschland beobachtet wird. Ihm wird nachgesagt, dass er am Tag eine 50 Kilometer weite Strecke zurücklegt. Einem Wolf im Gehege steht diese Distanz selbstverständlich nicht zur Verfügung, da er sie auch gar nicht nutzen würde. Schließlich lebt er in menschlicher Obhut „all inclusive“. Er muss nicht jagen und hat keine Feinde. Oder man denke an den Geparden, der ein Sprinter auf kurzen Strecken ist. Auch diese Fähigkeit braucht er im Zoo nicht, da er sein Futter ohne Jagd bekommt.

    Mehr über Morgan erfahren Sie hier:http://www.meeresakrobaten.de/2013/12/ueber-die-orca-haltung-auf-teneriffa/

    geschrieben von Susanne
  2. Also ist Morgan eine gezüchtete Orka Dame, die sich als Taube Nuss erstmal an die Sprache der „Tilikumtöchter“ gewöhnen musste? Also genauer gesagt, Sie hat trotz „Taubheit“ also den hiessig Akzent, oder die Sprache gelernt? Naja es gibt ja viele Sachen, woran man glauben kann!! Bei Morgan allein bleiben 2 Fragen offen!! 1. Warum strandet ein gezüchteter Orka an der Küste von holland? 2. Wie kann ein tauber Artgenosse innerhalb von 3 Jahren die neue Sprache lernen? Die Fragen ziehen dann weitere nach sich!! Zum einen, darf man die Intelligenz der Orkas ( sogar wenn sie nicht taub sind ) nicht unterschätzen, in 3 Jahren eine Fremdsprache lernen ist nämlich schwer!! Und jetzt wird des getoppt, was unsere Intelligenz vollkommen in den Schatten stellt!! Also geht los!! Ein „gezüchteter“ Orka, nein eine Orka Dame Namens Morgan, schafft es aus einem Delfinarium zu fliehen ( es gibt ja keinen wildfang ) strandet dann an der holländischen Küste und lernt im Loro Parque innerhalb von 3 Jahren einen neue Sprache obwohl Sie taub ist!! Des ist ja schon allein genügend Material für ne Hollywood reife Story!! Jetzt schauen wir mal in die vermeintlichen Delfinarien!! Dazu erstmal eine kleine rechen Aufgabe!! Ein Sprinter, der gut trainiert ist, rennt 100 Meter in 10 Sekunden!! 10 Sekunden!!!! 100 Meter!!! Ohne Wasserwiederstand!! Dann rennt der also ca. 600 Meter in 60 Sekunden also 10 kmh! Ein 10 Meter Segelboot schafft 7 Knoten, des sind ca. 12-13 Kmh! Delfine surfen auf Bootswellen von Schnellbooten die fahren dann doch eher mit 20 Knoten meist mehr!! Des sind dann über 30 Kmh!! Also braucht der Delfin 1/3 der Zeit um 100 Meter zurück zu legen!! Also ca. 3,25 Sekunden!! Ein 1000 qm Becken kann natürlich flexible Längen besitzen, nur kann man ja nicht sicher sagen, in welche Richtung der Delfin grad vollgas geben will, wenn dem danach ist! Also ist jeder Versuch, ein Artgerechtes Becken zu bauen vergeblich, sogar bei der doppelten Größe hat der Kollege dann auf nichtmal Höchstgeschwindigkeit 6 Sekunden!! Des wär ein Quadrat mit 2000 auf 2000 Meter!!! Ich glaub des wissen tatsächlich sehr wenige oder denken mal drüber nach!! Und sogar auf einer Bahn, wenn des Delfinarium 2/3 der Verhältnisse ( Länge zu Breite hät ) wären höchsten 10 – 14 Sekunden drin also zum Gas geben, gerade aus!! Ich weiss ja nicht, was unter Artgerecht verstanden wird!! Ist des sog. Artgerecht jetzt, dass man versucht über gezüchtete nicht seltene Delfine, große Tümmler, versucht vom Verhalten eine gleich aussehende aber im Verhalten völlig verschiedene Art zu züchten? Wenn dem so sei, was die Fakten ja eindeutig beweisen! Ist des dann wahrhaftig Wissenschaftlich wertvoll?? Oder lehrreich für Kinder oder „Kunden“, wenn die ein vollkommen anderes Verhalten zu Gesicht bekommen? Ich bin mir da tatsächlich nicht so sicher!!

    geschrieben von Michael Tenten
    1. Ups hab zu schnell geschrieben!! Meinte natürlich 10 auf 200 Meter!! Des sind nachher 2000 qm!! Sorry!! War etwas abgelenkt! Muss ja grad noch ein Album produzieren!! :)

      geschrieben von Michael Tenten
    2. Morgan hat keine „Sprache“ gelernt, sondern reagiert vorrangig auf Gesten und (antrainierte) Lichtzeichen. Allerdings hat sich in der Orcagruppe ein neuer Dialekt entwickelt, der auch Laute und Dialektelemente von Morgan enthält.
      Ob sie vollkommen und in allen Frequenzbereichen taub ist, konnte nicht nachgewiesen werden (dazu sind die Hirnstrom-Signale bei einem Orca ihrer Größe bedingt durch die dicke Flubber-Schicht zu schlecht). Wahrscheinlich nimmt sie noch einige tiefere Frequenzen und sehr laute Geräusche wahr – eine Kommunikation mit ihren Artgenossen kann beobachtet werden.
      Diese „neue Sprache“ entwickelte sich (unter wissenschaftlicher Beobachtung durch Javier Almunia et.Al., FU Berlin) übrigens innerhalb weniger Wochen und zeigt, dass sie von den bereits dort lebenden (aus Nachzucht stammenden) Orcas in ihre Gruppe aufgenommen wurde.

      Als sicher gilt jedoch, dass sie eine Schwerhörigkeit von mindestens 30 dB (jeweils 3 dB bedeutet eine Verdopplung der Lautstärke) in allen für die Echolokation erforderlichen Frequenzen aufweist (Dorian S. Houser et Al.). Auch die Trainerpfeife nimmt sie weder über noch unter Wasser wahr. Sie wird daher seit geraumer Zeit über Gesten und Lichtzeichen (Blinklichter unterschiedlicher Rhythmen) trainiert, was auch sehr gut funktioniert. Zudem ahmt sie schon immer ihre Artgenossen nach, wenn diese trainiert werden.

      Das Ganze funktioniert aber auch nur, weil das Wasser im „Orca Ocean“ mehrfach gefiltert und damit glasklar ist. Im Nordatlantik mit Sichtweiten von weniger als 20 m wäre das Tier unfähig, mit ihrem Pod Anschluss zu halten, unfähig zu jagen und letztlich ohne jede Orientierung – was auch ihren Zustand (verlassen, verirrt und extrem unterernährt) bei ihrem Auffinden erklärt. Allein von daher wäre eine „Auswilderung“ ihr sicheres Todesurteil.

      Sie ist übrigens auf Anordnung eines niederländischen Gerichtes (durch zwei Instanzen) nach LoroParque gebracht worden, da dies nach Ansicht der Richter in beiden Verfahren die tiergerechteste Möglichkeit war, die zur Verfügung stand. Ein Aussetzen des Tieres im Nordatlantik wurde als Tierquälerei vom Gericht (in beiden Instanzen) explizit untersagt.

      geschrieben von Norbert
  3. Schauinsland distanziert sich auch vom Friguija-Park. Foglenden Kommentar hat Schauinsland in Facebook verfasst:
    „Liebe Facebook-Diskussionsteilnehmer,

    vielen Dank für Ihre Meinungsäußerungen in den letzten Stunden. Diese, genau wie die vorher gesetzten Posts und Meinungen, nehmen wir ernst.
    Wir möchten an dieser Stelle darauf hinweisen, dass wir den im Laufe der Diskussion mehrfach erwähnten Friguija-Park in Tunesien zu keiner Zeit in unseren Katalogen ausgeschrieben und beworben haben. Wir haben Ihre Hinweise zum Anlass genommen, auch unsere Angebote vor Ort in den Urlaubsorten erneut zu überprüfen und können Ihnen mitteilen, dass auch hier der Friguja-Park nicht durch unsere Mitarbeiter verkauft wird.

    Unsere weitere Stellungnahme zur geführten Diskussion finden Sie in unserem Antwort-Post vom 28.05.2014.

    Mit freundlichen Grüßen, Ihr Team von Schauinsland-Reisen“

    geschrieben von Susanne
  4. Da Schauinsland-Reisen leider auch den Friguia-Park in Tunesien unterstützt, habe ich folgendes Schreiben an das Reiseteam verfasst:

    Sehr geehrtes Reiseteam,
    ich finde es gut, dass Sie wissenschaftlich geführte Delfinarien wie den Loro-Park oder Duisburg unterstützen. Vielen Dank dafür!
    Doch leider bewerben Sie auch den Friguia-Park in Tunesien, der offenbar Delfine aus der Treibjagd von Taiji hält (Quelle cetabase: http://www.ceta-base.com/phinventory/ph-friguia-park.html).

    Es wäre toll, wenn Sie sich in Zukunft von diesem Angebot distanzieren würden. Mehr Informationen zur Treibjagd von Taiji erhalten Sie auf meiner Delfin-Website, die im deutschsprachigen Raum eine sehr große Anhängerschaft aufweisen kann.
    http://www.meeresakrobaten.de/sos/japan/
    Viele Grüße!
    Susanne Gugeler
    http://www.meeresakrobaten.de

    geschrieben von Susanne

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