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15 Todesfälle in 5 Jahren


Die südliche ortstreue Orca-Population schrumpft immer mehr. In diesem Jahr wurden nur noch 78 Individuen gezählt.

Springender Orca an der Westküste Kanadas (Foto: S. Gugeler)

Springender Orca an der Westküste Kanadas
(Foto: S. Gugeler)

1995 gab es noch 95 Orcas (Schwertwale) im Südwesten der USA. Doch allein zwischen 1995 und 2000 starben 15 Tiere.

Bedroht werden die Orcas durch Nahrungsknappheit, Umweltverschmutzung, Lärm und weitere mensch-gemachte Störungen.

Dämme brechen für Orcas

Die Wal- und Delfinschutz-Organisation WDC/München ruft dazu auf, bei einer Petition-Aktion mitzumachen. Darin geht es darum, dass künstlich gebaute Dämme wieder eingerissen werden sollen. Die Dämme halten Lachse zurück. Und Lachse sind das Hauptnahrungsmittel der Orcas. Die Aktion heißt deshalb „Dämme brechen für Orcas“.

Lachswanderung soll wieder ermöglicht werden

Offenbar hat sich die Firma PacifiCorp bereit erklärt, vier von ihnen betriebene Dämme im Klamath River zu entfernen. Dort fand – laut WDC – einst die drittgrößte Lachswanderung an der Westküste der USA statt.

Die WDC bedankt sich bei PacifiCorp für ihre Kooperation, setzt sich aber auch dafür ein, dass der Gesetzentwurf zur Renaturierung des Klamath River (Klamath Basin Recovery and Economic Restoration Act of 2014, S.2379) die nötige Unterstützung im Kongress von Oregon und Kalifornien erhält. Davon hängt im Wesentlichen die Finanzierung des Projektes ab.

Die in der Petition gesammelten Unterschriften werden Anfang Dezember an die zuständigen Kongress-Mitglieder übergeben.

Wie bereits ähnliche abgeschlossene Projekte zeigen, hätte die Entfernung der vier Dämme positive Auswirkungen auf die Lachsbestände. Dies würde den südlichen ortstreuen Schwertwalen ermöglichen, wieder mehr Nahrung zu finden.
(Quelle: WDC)

Orcas, ganz aus der Nähe/Kanada (Foto: Frank Blache)

Orcas, ganz aus der Nähe/Kanada (Foto: Frank Blache)

Weltweit größte Damm-Entfernung

Im Jahr 2005 beantragte das Stromversorgungsunternehmen PacifiCorp bei der Bundesregierung eine neue Lizenz zur Errichtung von Talsperren im Klamathtal.

Um den Oberlauf des Flusses als Lebensraum für Lachse zu erhalten, sprachen sich Umweltschützer gegen die Bauvorhaben aus. Die in der Gegend lebenden Ureinwohner, Naturschützer und Fischer befürworteten dagegen Rückbaumaßnahmen.

Auf dem Klamath River soll nun die weltweit größte Damm-Entfernung stattfinden: Vier Stauwerke werden bis 2020 abgerissen, damit bedrohte Coho- und Chinook-Lachse (Silber- und Königslachse) wieder über 400 Kilometer weit zum Laichen in die Bergbäche schwimmen können.

Zehn Jahre dauerte der Kampf zwischen Behörden und Umweltschützern, zwischen den vom Fischfang lebenden Indianern und Farmern, die Wasser für Acker und Vieh brauchen. Jetzt haben alle einen einmaligen Vertrag unterschrieben: Die Natur soll so genutzt werden, dass die Fische im Klamath River und die Menschen an seinen Ufern in Harmonie leben können.
(Quelle: Wikipedia)

3 Kommentare

  1. Sind in den USA Fischtreppen denn unbekannt? 8-o

    geschrieben von Dani
    1. Hallo Dani, Fischtreppen gibt es auch in den USA. Diese Dämme sind allerdings veraltet und die dazugehörigen Fischtreppen eher gefährlich als nützlich. Die Dämme bzw. Fischtreppen müssten komplett erneuert / modernisiert werden und das würde mehr kosten, als sie abzureißen. Bitte die Daumen drücken, dass der Kongress FÜR den Renaturierungsplan im Klamath River abstimmt.

      geschrieben von Ulla
      1. Ach so, verstehe. Danke für die Erklärung. :-)

        geschrieben von Dani

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