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Kennt ihr Han Solo?


Ich meine nicht den Kino-Helden aus „Star Wars“, sondern den Delfin Han Solo. Ich kannte ihn bis gestern auch noch nicht. Doch dann wurde er im Fernsehen vorgestellt.

Der Film hat mir sehr gut gefallen und ich möchte deshalb darüber berichten.

Der Sprecher sagte am Beginn des Films, dass die Geschichte, die nun erzählt wird, unglaublich sei und sich wie ein Märchen anhören würde. „Aber sie ist wahr, und deshalb muss sie erzählt werden.“

Han Solos Vorgeschichte

Protagonist des TV-Beitrags ist ein Delfin aus der Karibik, der offenbar in jungen Jahren vom Leittier seiner Gruppe verstoßen wurde und sich dann einem anderen „Junggesellen“ angeschlossen hat. Doch dieser stirbt und nach einigen Tagen der Trauer schwimmt der einsam gewordene Delfin ganz alleine durchs Meer, bis … Ja bis er an ein Gehege kommt, in dem 22 Große Tümmler zusammen mit Menschen leben.

Bis dahin entstammt die Geschichte der Fantasie des Drehbuchautors. Denn keiner weiß, was mit dem Delfin tatsächlich geschehen ist, bis er in der Lagune von Roatan/Honduras auftaucht. Doch ab dann wandelt sich das Märchen in eine Dokumentation.

Han Solo nimmt Kontakt auf

Der allein schwimmende Delfin wird bald von den Betreibern des Anthonys Key Resort entdeckt. Terry – Delfin-Forscherin und Trainerin der in der Lagune lebenden 22 Großen Tümmler – nennt das Tier Han Solo. Solo weil er alleine ist und Han weil sie ein Fan von „Star Wars“ ist.

Han Solo ist zunächst scheu und schaut sich das Ganze in gebührendem Abstand an. Doch irgendwann einmal wagt er sich bis an die Maschen des Meeresgeheges und kommuniziert mit den Delfinen dahinter.

Terry glaubt zunächst, dass der Delfin krank ist, da er sich so ungewöhnlich benimmt.

Doch nach drei Wochen öffnet sie ein Tor im Gehege und Han Solo wagt sich tatsächlich hinein. Schnell gewöhnt sich Han Solo daran, toten Fisch aus der Hand von Terry zu schnappen.

Zusammenführung

Zunächst einmal wird der Einzelgänger-Delfin in einem von den anderen Meeressäugern abgetrennten Gehege in Quarantäne gehalten und genau beobachtet, bis er nach weiteren drei Wochen zu den anderen Delfinen gelassen wird.

Zwar gibt es einiges Gerangel, doch bald hat Han Solo seinen Platz in der Gruppe gefunden. Er freundet sich mit Hector an und die beiden unternehmen sehr viel zusammen – auch die Jagd auf Weibchen. Gruppensex ist bei Delfinen nicht selten. Bis zu 50 Mal paaren sich die Delfine an einem Tag, verrät der Sprecher im Film.

Das Training beginnt

Ein halbes Jahr nach Han Solos Auftauchen vor dem Delfin-Zentrum beginnt auch das Training für ihn. Der amerikanische Delfin-Forscher Stan Kuczaj und Terry wollen herausfinden, ob es Unterschiede beim Lernen gibt, wenn man wilde und in Menschenobhut geborene Delfine miteinander vergleicht.

Offenbar braucht Han Solo länger, etwas zu lernen, aber er ist sehr schlau, bescheinigen ihm Terry und Stan.

Der größte Vertrauensbeweis, den Han Solo den Menschen geben kann, ist das sich Ausliefern bei den medizinischen Untersuchungen und das Blutabnehmen. Er lässt alles geduldig über sich ergehen.

Ausflug ins offene Meer

Das Blutabnehmen muss sein, da sichergestellt werden muss, dass Han Solo und die anderen 22 Delfine gesund sind. Schließlich sollen sie – zusammen mit ihren Trainern – einen Ausflug ins offene Meer unternehmen.

Auf diesem Ausflug kann sich Han Solo entscheiden, ob er im freien Ozean bleiben will oder ob er mit der Gruppe zurückkehrt ins Meeresgehege. Er entscheidet sich für Letzteres und hat damit seine neue Familie endgültig gefunden.

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