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Wale bald ohne Futter?


Großwale ernähren sich von kleinen Tieren – dem Krill. Doch nicht nur Buckelwale, Blauwale und andere zu den Bartenwalen zählenden Riesen der Ozeane filtern die winzigen Krebse aus dem Meerwasser, sondern auch der Mensch.

Jagender Buckelwal  (Foto: Frank Blache)

Jagender Buckelwal
(Foto: Frank Blache)

Nachdem bekannt wurde, dass Krill eine wertvolle Omega-3-Fettsäure-Quelle darstellt, wird in den antarktischen Gewässern Jagd auf ihn gemacht. U.a. wird er in Nahrungsergänzungsmitteln verarbeitet.

Doch die Ressourcen sind nicht unendlich. Die Eismassen am südlichsten Punkt der Erde gehen immer weiter zurück. Der Klimawandel könnte auch den Krill-Bestand schwinden lassen, befürchten Forscher.

Krill für Fischfarmen

Die garnelenförmigen Krebse werden seit den 1970er-Jahren von den Industriestaaten gefischt. Der Krill wird vor allem in Fischfarmen verfüttert.

Antarktischer Krill (Foto: Wikipedia/Uwe Kils)

Antarktischer Krill
(Foto: Wikipedia/Uwe Kils)

Die größte Nachfrage kommt aus Norwegen. Der am Südpol gefangene Krill wird auf dem Schiff tiefgekühlt und fast bis ans andere Ende der Welt transportiert, bis er schließlich an seinem Bestimmungsort ankommt.

Krill-Populationen nehmen ab

Meeresbiologen des Alfred-Wegener-Instituts Bremerhaven, die mit dem Forschungsschiff Polarstern in der Antarktis unterwegs waren, sehen eine Abnahme des Krill-Bestandes.

Davon sind weniger die großen Krillschwärme im offenen Meer betroffen, sondern es nehmen lokale Populationen in Landnähe ab.

Dort gehen die Fischer am liebsten auf die Jagd, denn an den Küsten ist das Krill-Vorkommen vorhersehbar. Im offenen Meer dagegen sind die Strömungen – und damit auch das Krill-Vorkommen – weniger gut berechenbar als in Landnähe.

„Es müssen auch mal ganze Gebiete geschlossen werden“, fordert deshalb der Meeresbiologe Dr. Volker Siegel vom Hamburger Thünen-Institut für Seefischerei.
(Quelle: ÖkoTest)

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