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Ist der Pottwal ein Rambo?


Wie mehrfach beobachtet wurde, benützt der Pottwal seinen öl-gefüllten Schädel nicht nur für die Schallortung, sondern auch, um Kämpfe auszutragen oder um Boote zu rammen. Auch Herman Melvilles Roman „Moby Dick“ handelt davon.

Neugieriger Pottwal (Foto: Susanne Gugeler)

Neugieriger Pottwal
(Foto: Susanne Gugeler)

Forscher gingen nun der Frage nach, wie der vordere Bereich des Walkopfes konstruiert sein muss, damit das Tier keinen Schädelbruch davonträgt. Sie nahmen dafür ein Computermodell zur Hilfe und fanden heraus, dass ein Puffersystem die Stöße abfängt.

Olga Panagiotopoulou von der University of Queensland erklärt, dass sich im Inneren des gewaltigen Pottwalkopfes zwei öl-gefüllte Säcke befinden, die übereinander liegen. Der untere Sack ist in mehrere Kammern unterteilt, die mit Bindegewebe voneinander abgetrennt sind.

Simulierten die Forscher einen Aufprall bei einem Modell ohne diese Kammern, wurde der Schädel stark beschädigt – mit diesen Kammern dagegen nicht.

Mehr über die Forschungsergebnisse erfahrt ihr unter Pottwale: Kopf als Rammbock.

Zum Glück habe ich im vergangenen Sommer die Pottwal-Gruppe im Ligurischen Meer als sehr friedlich erlebt. Hätte ich von der Studie über den Rammbock damals schon gewusst, wäre mir bestimmt mulmig geworden …

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