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Extrem-Aktivisten gefährden Tiere


Extreme Delfinariengegner – die Münchner Abendzeitung nennt sie „Tierschützer“ (!!!) – gefährden mit ihrer leichtsinnigen und verwerflichen Aktion die Gesundheit und das Leben der Delfine im Nürnberger Tiergarten.

Nürnberger Delfin-Lagune
(Foto: Susanne Gugeler)

Gestern Nachmittag zündeten drei aus meiner Sicht fehlgeleitete Menschen (anders kann ich Extremisten nicht nennen) vor der Delfin-Lagune eine Rauchbombe und sprangen anschließend ins Lagunenbecken, in dem sich mehrere Delfine aufhielten. Mit ihrer aggressiven Aktion wollten sie gegen die Delfinhaltung protestieren.

Ebenso wie seinerzeit in Duisburg haben auch die Zoo-Besucher in Nürnberg mit Unverständnis und Empörung auf diese Aktion reagiert (Quelle: Berliner Morgenpost).

2016 wurden Extrem-Aktivisten ausgebuht

In Duisburg wurden im August 2016 bei einer ähnlichen Aktion die Extrem-Aktivisten vom Publikum ausgebuht und ausgepfiffen. Außerdem drehten die Besucher den Tierrechtsaktivisten den Rücken zu, um ihre Ablehnung gegen diese unsinnige Handlung kundzutun.

Vegan Strike Group gefährdet Tiere

Ich verurteile derartige Aktionen aufs Äußerte. In beiden Fällen waren es Mitglieder der Vegan Strike Group, welche die Tiere gefährdeten. Sie kommen offenbar vorwiegend aus den Niederlanden und Spanien.

Bei den Personen in Nürnberg handelte es sich um eine 27-jährige Deutsche sowie um zwei Niederländer (ein 31-Jähriger und eine 44-Jährige).

Ausgerechnet die beiden Delfinarien in Deutschland, die eine vorbildliche und ständig weiter optimierte Delfinhaltung betreiben, wurden von diesen Menschen angegriffen.

Wem soll dieses sinnlose Tun nützen?

  • Sollen die Delfine etwa ins Ausland in eine andere Einrichtung, in der Tierschutz unter Umständen einen viel geringeren Stellenwert einnimmt als in Deutschland, verfrachtet werden?
  • Wird durch diese aus meiner Sicht kriminelle Aktion ein einziger der 300.000 Wale und Delfine gerettet, die Jahr für Jahr in Industrienetzen verenden?
  • Wird dadurch ein Delfin geschützt, auf den in Japan und in anderen Ländern Jagd gemacht wird?
  • Ist damit einem Delfin gedient, der an Plastikmüll elend zugrunde geht?
  • Wird damit einem Delfin geholfen, der wegen Überfischung keine Nahrung mehr findet?

Die Antwort lautet: 5 mal NEIN!!!! Tierschutz sieht anders aus!

Ermittlung wegen Hausfriedensbruch

Die Beschuldigten erwartet ein Ermittlungsverfahren wegen Hausfriedensbruch und Verstoßes gegen das Bayerische Versammlungsgesetz.

5 Kommentare

  1. Noch ein weiterer Aspekt, der diese Aktion in meinen Augen besonders verurteilenswert macht:
    es ist durchaus möglich, dass der Rauch den Besuchern, insbesondere den Kindern, Schaden zugefügt hat, wenn sie diesen eingeatmet haben. Das gilt natürlich auch für die Delfine. In diesem Fall stünde neben Hausfriedensbruch und Verstoß gegen das Versammlungsrecht auch der Vorwurf der Körperverletzung und der Tierquälerei im Raum.

    Zitat: „Ob der Qualm des Rauchtopfs, den die Protestler zündeten, den Delfinen hätte schaden können, ist unklar. „Wenn die Tiere den Rauch eingeatmet hätten, wäre das aber mindestens bedenklich gewesen“, sagt Encke [der Direktor des Tiergartens]. „Damit beschäftigen wir uns jetzt.“
    (http://www.nordbayern.de/region/nuernberg/rauchbombe-in-delfinlagune-vegan-strike-bekennt-sich-1.6066499)

    geschrieben von Oliver
  2. Ich habe gerade von der „Aktion“ erfahren und kann darüber nur verständnislos den Kopf schütteln.

    Diese selbeternannten „Tierschützer“ behaupten, die Delfine seien im Delfinarium gestresst. Dabei haben Messungen des Stresshormons Cortisol ergeben, dass die Delfine total entspannt sind. Ich kann mir aber vorstellen, dass die Tümmler nicht mehr so entspannt sind, wenn Fremde unverhofft ins Wasser springen und eine Rauchbombe gezündet wird.

    Und auch die Präsentationen in der Lagune sind keine „Zirkusvorstellung“, zu denen die Delfine gezwungen werden, sondern basieren auf dem natürlichen Spieltrieb der Tiere. Diesen zu unterdrücken wäre schädlich für die Tiere, denn die Interaktion mit den Tierpflegern – bei der die Tiere selbst entscheiden, ob sie mitmachen wollen – bringt eine willkommene Abwechslung ind Delfinleben.Es ist sogar so, dass Delfine von sich aus Pfleger (und auch Besucher, wie ich bei meinem Blick hinter die Kulissen erleben durfte) von sich aus zum Spielen auffordern.

    Dazu kommt, dass sich diese Leute auch selbst in Gefahr bringen. Auch ein an Menschen gewöhnter Tümmler kann unter Umständen aggressiv reagieren, wenn er erschreckt wird. Und so ein ausgewachsener Tümmler mit einem Lebendgewicht zwischen 200 und 300 kg ist nicht ohne.

    Was mich allerdings wundert: hat es keinen Verdacht erregt, dass vermeintliche Besucher mit Neoprenanzügen in den Tierpark latschen? SInd wir schon so weit, dass man künftig auch noch hier am Eingang die Rucksäcke kontrollieren muss? Das wäre wirklich schade…

    geschrieben von Oliver
  3. Hallo Bettina, hallo Marie, ich kann mich euren Kommentaren nur anschließen …

    geschrieben von Susanne
  4. Super Artikel!
    Menschen werden immer radikaler und kurzsichtiger bzgl. der Quellen, auf denen ihre Meinung basiert.
    Wenn es uberhaupt Quellen sind, die man so nennen kann. Wahrscheinlich finden die nur irgendwelche Parolen gut, richten sich darauf aus und leben dann ihre Aggression, basierend auf unerfüllten Leben, aus und nennen das dann „Tierschutz“.

    Solche Leute sind es, die Veganern einen negativen Stempel aufdrücken, denn man fragt sich als Laie unweigerlich: liegt solches Gebahren an der Ernährung? Mangelerscheinungen im Hirn? Ich bin unglaublich wütend auf solche Leute, die mit ihrem TierrechtsExtremismus echten Tierschutz in den Dreck ziehen.

    geschrieben von Marie
  5. Ja, solche „Tierschützer“ sind Extremisten und nichts sonst. Es geht um Protest aus ideologischen Gründen. Das sind keine rationalen Auseinandersetzungen, sondern Protest um des Protests willen. Nicht wirklich zielführend (wie Du ja schreibst), sondern von irrationalen Prinzipien geleitet.
    Und es hilft wirklich keinem Delphin.

    geschrieben von Bettina Wurche

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