Newsletter 9/2017


Delfine haben verschiedene Feinde. Der größte davon ist zweifelsohne der Mensch. Er verschmutzt den Lebensraum der Meeres- und Flussbewohner und beutet deren Nahrungsgrundlage aus.

Land der blutenden Buchten
(Illustration: Meeresakrobaten)

Treibjagd-Saison hat begonnen

Doch auch die direkte Jagd macht Delfinen das Leben schwer. Am 1. September hat in Taiji (Japan) wieder die Treibjagd-Saison begonnen.

Delfine aus neun verschiedenen Arten werden mit Höllenlärm (Fischer schlagen auf Eisenstangen, die sie vom Boot aus ins Wasser lassen) in eine Bucht getrieben. Dort wird ein Großteil der Tiere getötet. Ein paar wenige werden als Lebendfänge an Vergnügungsparks in Asien verkauft. Einige der Meeressäuger werden auch wieder in die Freiheit entlassen, wo sie ohne ihre Gruppe vermutlich orientierungslos ein schweres Dasein fristen.

Die Jagd auf Delfine ist in Japan legal. Jedes Jahr werden dort von der Regierung neue Quoten festgesetzt. Für die aktuelle Saison beträgt diese 1.940.

Grindwaljagd auf den Färöer Inseln
(Foto: Grindaboð.fo)

Boykottaufruf führt zu nichts

Auf den Färöer Inseln wird ebenfalls Jagd auf Zahnwale gemacht – hier das ganze Jahr über.

In den vergangenen Monaten mussten sehr viele – nämlich weit über 1.300 – Tiere (vor allem Grindwale) ihr Leben lassen. Die genauen Zahlen dazu findet ihr auf einer Statistikseite über den Walfang.

Jürgen Ortmüller – Geschäftsführer der Ein-Mann-Organisation WDSF/Hagen – plädiert dafür, die Färöer Inseln mit Boykottmaßnahmen zu „bestrafen“ und mit dieser Maßnahme die Färinger dazu zu bringen, die Tötung der Meeressäuger zu beenden. Warum ich zu diesem Thema eine ganz andere Meinung habe als Jürgen Ortmüller, mache ich in meinem Beitrag Boykottaufrufe bewirken Gegenteil deutlich.

Weltweit werden Delfine durch den Menschen bedroht

Zu beiden Hotspots des Delfinfangs habe ich Informationsseiten eingerichtet, auf denen ihr Näheres über die Praktiken der Jäger erfahrt und Adressen findet, an die ihr euch wenden könnt.

Ihr findet sie unter Japan – Land – der blutenden Buchten und SOS – Färöer Inseln.

Amazonas-Delfin
(Foto: Fernando Truijllo)

Auch in Peru und im Amazonas werden Delfine getötet. In beiden Gebieten dient das Fleisch der Tiere als Köder für begehrte Fische. Mehr zum Amazonas-Flussdelfin und dessem Gefährdungen findet ihr unter Fernando und die Flussdelfine.

In Bulgarien werden Delfine Opfer der Fischerei. Die Liste ließe sich beliebig erweitern … Mehr dazu auch unter Bedrohungen.

Haie beißen Delfine

Neben dem Menschen werden Schwertwale (Orcas) und Haie für Delfine gefährlich. Eine Studie in Australien hat ergeben, dass dort vor allem Stupsfinnendelfine Opfer von Tigerhaien werden. Mehr dazu unter Delfine werden von Haien gebissen.

Hurrican Irma

Doch auch Naturgewalten bedrohen die Meeresfauna. Der Hurrican Irma hat schwere Verwüstungen in Florida angerichtet. Mehrere Delfine wurden an Land gespült …

Unbeschadet überstanden haben offenbar die Delfine in den Delfinarien, wie zum Beispiel das Clearwater Marine Aquarium in einem Video dokumentiert. Darüber freue ich mich natürlich sehr.

Die neugierigen Duisburger
(Foto: Rüdiger Hengl)

Nachwuchs im Zoo Duisburg

Ich freue mich auch darüber, dass es im Duisburger Zoo erneut Nachwuchs bei den Großen Tümmlern gegeben hat.

Am 9. September schenkte Daisy einem männlichen Kalb das Leben. Dr. Kerstin Ternes – die Tierärztin des Zoos – erklärt in einem Video anschaulich, wie wichtig Delfinarien für die Forschung sind.

Einen schönen Herbst wünscht euch
eure Susanne

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