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Orca Morgan ist trächtig


Wie der Loro Parque auf Teneriffa mitteilt, ist das Orca-Weibchen Morgan trächtig.

Morgan
(Foto: Philipp J. Kroiß)

Morgan wurde abgemagert und geschwächt gefunden

2010 war Morgan an der niederländischen Küste gestrandet. Sie wurde – abgemagert und sehr geschwächt – in das Reha-Center des Delfinariums in Harderwijk gebracht. Dort wurde sie medizinisch versorgt und gepflegt, bis sie ein stattliches Gewicht erreicht hatte.

Nach ihrer Genesung wurde Morgan per richterlichen Beschluss in den Loro Parque überführt, damit sie dort mit Artgenossen leben konnte.

Eine Auswilderung kam nicht infrage, weil das Tier offenbar von seiner Familie im Stich gelassen worden war und Orcas keine Einzelgänger sind, sondern nur im Gruppenverband überleben können.

Später stellte sich heraus, dass Morgan schwerhörig oder sogar taub ist. Das könnte auch der Grund dafür sein, dass sie ohne ihre Familie gefunden wurde. Da sich Wale und Delfine über ihr Gehör orientieren, wäre es das Todesurteil für Morgan gewesen, wenn man sie in der Nordsee ausgesetzt hätte.

Großes öffentliches Interesse

Obwohl eine Schwangerschaft bei Tieren in zoologischen Haltungen nichts Ungewöhnliches ist und diese in der Regel auch nicht publiziert wird, macht der Loro Parque in diesem Fall eine Ausnahme. Das Interesse der Öffentlichkeit an Orcas ist sehr groß und eine Schwangerschaft kann deshalb nicht lange verheimlicht werden.

Dass Morgan trächtig ist, wurde vor vier Wochen bei einer Routineuntersuchung per Ultraschall festgestellt.

Jedes Tier in zoologischen Einrichtungen hat das Recht, sich fortzupflanzen. Es gehört zu seinen Grundbedürfnissen. Der Loro Parque betont, dass dieses Kriterium sowohl von nationalen als auch internationalen Tier-Experten bestätigt und durchgesetzt wird.

Der Loro Parque setzt sich für bedrohte Tiere ein

Der Loro Parque unterstützt den Schutz und die Erforschung von Orcas und investiert eine große Geldmenge in das Wohlergehen der Tiere in Menschenobhut und in der Natur.

In der Artenschutzarbeit legt die Stiftung des Loro Parque ein Hauptaugenmerk auf die Population um die Straße von Gibraltar, wo die wilden Schwertwale einer Vielzahl komplexer Probleme ausgesetzt sind.
(Quellen: Loro Parque Statement, Facebook Dolphinaria Truth und Meeresakrobaten-Artikel Morgan bleibt im Loro Parque)

3 Kommentare

  1. Hoffen wir mal, dass sich ihre Schwerhörigkeit nicht vererbt (bzw. nicht auf einen Gendefekt zurückzuführen ist).

    Ich drücke Loro-Park die Daumen, dass sie bald ein gesundes Orca-Kalb in ihrer Obhut haben werden. Ich bin auch gespannt, wie sich Morgan als Muttertier machen wird.

    @Rüdiger:
    Daran besteht nicht der geringste Zweifel. Morgan war eher Stunden als Tage von ihrem Tod entfernt, als sie geborgen wurde. Und dass sie mit ihrer Schwerhörigkeit in freier Wildbahn nicht die geringste Chance hätte, ist ja allein dadurch belegt, dass sie ganz offensichtlich von ihrem Pod aufgegeben und verlassen wurde. Im Atlantik (Sichtweiten UW < 10 m) ist ein Orca ohne funktionierendes Sonar und mit eingeschränkten Verständigungsmöglichkeiten einfach nicht überlebensfähig.
    Das kann man unmöglich wegdiskutieren.

    geschrieben von Norbert
  2. Ich freu mich, dass das Orca-Weibchen, das sicher schon viel im Leben mitgemacht hat, so gut gepflegt wird und drücke die Daumen, dass die Schwangerschaft gut verläuft!

    geschrieben von Oliver
  3. Ohne Loro Parque wäre Morgan sicher schon längst tot.

    geschrieben von Rüdiger Hengl

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