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Wale und Delfine auf der Roten Liste


Dass der Kalifornische Schweinswal (Vaquita) massiv vom Aussterben bedroht ist, konnte man in letzter Zeit in vielen Medien (und auch bei den MEERESAKROBATEN) lesen.

Glattschweinswal
(Foto: Dorothee Jokiel)

Irawadi-Delfin und Glattschweinswal auf der Roten Liste

Vor ein paar Tagen hat die IUCN (Weltnaturschutzunion) noch weitere Waltiere auf die Rote Liste gesetzt. Und zwar den Irawadi-Delfin und den Glattschweinswal.

Der Irawadi-Delfin lebt in flachen Küstengewässern und in Flussmündungen Südostasiens. Die Delfine kommen außerdem in großen Flusssystemen wie z.B. Ganges, Mekong und Irrawaddy vor, in denen sie bis zu 1.300 km flussaufwärts anzutreffen sind. Entlang der Küste bevorzugen sie schlammige Gewässer.

Der Glattschweinswal lebt in den Küstengewässern des Indo-Pazifiks. Er bevorzugt trübe, warme Gewässer wie Flüsse, Seen, Mangroven, Deltas und salzhaltigen Sümpfe.

Kiemennetze

Die Tiere kommen unter anderem in Kiemennetzen (man nennt sie auch „Meeres-Gardinen“) um. Das Ersticken in Netzen ist auch die Haupttodesursache für viele ihrer Verwandten.

Kiemennetze sind die größte globale Bedrohung für Meeressäuger. Bemühungen, ihre Nutzung zu verbieten oder zumindest zu managen, führten in vielen Regionen ins Leere.

Der Rückgang vieler Arten von Walen, Delfinen und Schweinswalen scheint unaufhaltbar. Der Vaquita steht kurz vor dem Aussterben, der Baiji-Delfin (auch Chinesischer Flussdelfin oder „Weißer Delfin“ genannt) gilt bereits als ausgestorben.

Glattschweinswale

„Der Glattscheinswal ist vor allem durch anthropogene Einflüsse wie Küstenentwicklung und Beifang bedroht“, sagt Leah Gerber, Leiterin des Zentrums für biologische Vielfalt der ASU, dem neuesten Partner der IUCN. „Weil sie eine ‚langsame‘ Lebensgeschichte haben (das heißt lange Trächtigkeit, späte Geschlechtsreife), reagieren Glattschweinswale nur verzögert auf konservierende Eingriffe.“

Irrawadi Delfin (Bild: Jörg Mazur)

Irrawadi Delfin (Bild: Jörg Mazur)

Irawadi-Delfine

Irawadi-Delfine kommen u.a. im Mekong-Delta vor. Laut WWF soll es dort nur noch 80 Tiere geben.

Neben der Fischerei stellen der Bau von Dämmen, der Goldabbau, die Waldabholzung und der massive Schiffsverkehr eine potenzielle Gefahren für diese Art dar.

Irawadi-Delfine können mehr als 2,7 Meter lang und 150 Kilogramm schwer werden. Sie kalben nur alle zwei bis drei Jahre.

Der Bestand der Irawadi-Delfine hat sich in den letzten 60 Jahren halbiert. Die Anzahl der Glattschweinswale nahm innerhalb von 45 Jahren um die Hälfte ab.

Beide Arten leben ausschließlich in flachen Gewässern in Küstennähe. Ihr Schutz wird nicht konsequent betrieben.
(Quelle: IUCN)

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