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Morgan ist Mutter geworden


Im Loro Parque auf Teneriffa wurde am 22. September 2018 ein Orca-Baby geboren. Es ist das Kalb von Morgan, die durch ihr ungewöhnliches Schicksal für viele Schlagzeilen gesorgt hat.

Morgan
(Foto: Philipp J. Kroiß)

Das Geschlecht des Jungtiers ist noch nicht bekannt, aber Mutter und Baby sind – laut Loro Parque – wohlauf und bei bester Gesundheit.

Morgans Rettung

Das Orca-Weibchen Morgan wurde im Juni 2010 im Wattenmeer an der holländischen Küste geschwächt und unterernährt entdeckt. Mitarbeiter der SOS-Station in Harderwijk haben Morgan gerettet und in der SOS-Station aufgepäppelt.

Orcas sind sehr gesellige Tiere und schwimmen ein Leben lang in einem Familienverband. Als Morgan gefunden wurde, war sie ganz alleine. Es ist unbekannt, ob sie aus ihrer Gruppe verstoßen wurde oder ob ihre Mutter gestorben ist. Ganz allein auf sich gestellt und dem Schiffsverkehr der Nordsee ausgesetzt, hätte sie nur sehr geringe Chancen gehabt, eine Zeit lang im offenen Meer zu überleben.

Umsiedelung in eine Orca-Gruppe

Im November 2011 wurde Morgan in den Loro-Parque auf Teneriffa umgesiedelt. Dort hat sie sich in der bestehenden Orca-Gruppe gut eingelebt.

Bald hat man herausgefunden, dass Morgan schlecht oder sogar gar nicht hört. Die Trainer verständigen sich mit ihr durch Handzeichen und Lichtreflexe.

In freier Wildbahn sind 100 Prozent der Schwangerschaften gescheitert

Die Freude ist groß, dass Morgan nun ein Kalb geboren hat. Man kann nur hoffen, dass es das erste kritische Vierteljahr gut übersteht. Wie man auch aus dem Freiland weiß, ist die Überlebensrate von neugeborenen Zahnwalen recht gering.

Erst im August 2018 musste der Tod eines Jungtiers in der gefährdeten ortstreuen Population vor British Columbia (Westkanada) beklagt werden. Das Orca-Kalb war nicht einmal eine Stunde alt geworden. Die Mutter Tahlequah begleitete ihr totes Baby noch wochenlang, bevor sie sich wieder den anderen Tieren ihrer Gruppe anschloss.

In den vergangenen Monaten sind offenbar 100 Prozent der Schwangerschaften in dieser Population gescheitert.

Bedrohungen im Nordwesten Kanadas

Die Meeressäuger im Nordwesten Kanadas sind vielen Bedrohungen ausgesetzt. Die schlimmste ist der schwindende Bestand des Lachses in dieser Region. Er ist das Hauptnahrungstier der Orcas. Außerdem sind die Meeressäuger durch starken Schiffsverkehr sowie Unterwasserlärm und Meeresverschmutzung gefährdet.

Die MEERESAKROBATEN wünschen Morgan und ihrem Kalb alles Gute und senden herzliche Glückwünsche in den Loro Parque!
(Quelle: Loro Parque)

4 Kommentare

  1. Ich möchte mich den Glückwünschen ausdrücklich anschließen – alles Gute!

    geschrieben von Karen
  2. Als ehemaliger Zoologischer Direktor des Loro Parque (Dezember 2015 bis Januar 2018) möchte ich die erfreuliche Geburt, und den bislang (und hoffentlich auch weiterhin, toi, toi, toi!!!) erfolgversprechenden Verlauf der Aufzucht des kleinen Orcamädchens, das Morgan am 22.09. zur Welt gebracht hat, zum Anlass nehmen, hier angesichts der für den Natur- und Artenschutz sowie auch für einen wirklichen Tierschutz mit Augenmaß verheerenden Angriffe fehlgeleiteter „Tierrechts“aktivisten diesen Kommentar abzugeben.

    Die zunehmenden Versuche emotional verklärter und fanatischer selbsternannter „Tierrechts“-Aktivisten, bedeutende Institutionen und Organisationen mit gezielten Kampagnen unter Druck zu setzen und sie gegen moderne Zoos (die in deren naturferner „Tierrechts“- Ideologie offensichtlich ein besonderes Feindbild sind …) aufzuhetzen, trägt leider unsinnigerweise immer wieder Früchte.

    So lässt sich der britische Reiseveranstalter Thomas Cook (nur angeblich im Interesse des Tierwohls) dazu missbrauchen, künftig keine Tickets mehr für die im Natur-, Arten- und auch Tierschutz besonders engagierten amerikanischen SeaWorld-Parks und für den Loro Parque auf Teneriffa (für den ich bis Beginn diesen Jahres über zwei Jahre lang als Zoologischer Direktor tätig war) zu verkaufen, weil diese Einrichtungen Orcas halten.

    Wie unsinnig und für den Natur- und Tierschutz gar kontraproduktiv dies ist, zeigen zahlreiche Stellungnahmen bedeutender zoologischer und tiermedizinischer Institutionen. Diese sind unter http://www.loroparque.com/press/en/ zu finden.

    Besonders hervorheben möchte ich hier das Statement des Weltzooverbands WAZA

    https://www.eap-magazin.de/medien/3376/original/8/WAZA-Stellungnahme-zu-der-j%FCngsten-Entscheidung-von-Thomas-Cook_DE.pdf ,

    die Stellungnahme des Europäischen Zooverbands EAZA

    http://blog.loroparque.com/wp-content/uploads/2018/08/2018_08_02_EAZA-Statement-on-Recent-Thomas-Cook-Announcement_headed-letter.pdf ,

    sowie die Stellungnahmen von Prof. Michael Lierz von der tiermedizinischen Fakultät der Universität Giessen,
    von Prof. Dietmar Todt/ FU Berlin,
    von Dr. Auguste von Bayern vom Max-PLanck-Institut für Ornithologie,
    von Dr. Robin Ganzert von der American Human Association,
    von Prof. Jörg Junhold für den Verband der Zoologischen Gärten,
    von Dr. Jens-Ove Heckel für die Zoologische Gesellschaft für Arten- und Populationsschutz
    sowie natürlich auch von Dr. Javier Almunia (Loro Parque Fundacion).

    Ein weiteres besonders hervorzuhebendes Statement zur großen Bedeutung moderner Zoologischer Gärten und Aquarien für den Erhalt der Biologischen Vielfalt gaben zudem Kathleen Dezio und Dr. Grey Stafford in https://behindthethrills.com/2018/08/to-visit-or-not-to-visit-a-zoo-or-aquarium-the-future-of-wildlife-could-depend-on-your-answer/ ab.

    Welch einen armseligen Kontrast dazu bieten die verlogenen und gebetsmühlenartig vorgetragenen Parolen der Vertreter der sich bevorzugt in die eigene Tasche wirtschaftenden „TIERRECHTS“INDUSTRIE (die mit Spendengeldern ihre eigene Selbstgefälligkeit – und die Geldbörsen ihrer Funktionäre – füllt, statt sie wirklichen Natur- und Tierschutzprojekten zugute kommen zu lassen).

    Erst vor wenigen Wochen zeigten die radikalen „Tierrechts“-Aktivisten der niederländischen Vegan Strike Group, die nach den Delfinarien u.a. in den Zoos von Duisburg und Nürnberg auch den Loro Parque mit ihren gleichermaßen mensch- und tierverachtenden Demonstrationen heimgesucht haben, einmal mehr den niveaulosen und Mensch und Tier verachtenden Charakter solcher unsinnigen Protestaktionen. Siehe http://zoos.media/medien-echo/loro-parque-delfinlagune-buhrufe-radikale-tierrechtler-delfien-belaestigen/

    Solche nahezu terroristischen Auswüchse werden durch den blinden Populismus der Entscheidungsträger des Reiseveranstalters Thomas Cook als Reaktion auf die Parolen einer lautstarken Minderheit geradezu geschürt. Und die Natur bleibt einmal mehr auf der Strecke!

    Übrigens erscheint mir die Kritik ausgerechnet von Thomas Cook an den tiergerechten Orca-Haltungen in den modernen Delfinarien des Loro Parque und auch von SeaWorld auch unter dem Aspekt als vollkommen unangemessen, als dass dieser Reisekonzern nach den vorliegenden Informationen in dieser Richtung offenbar selbst in der Tat Dreck am Stecken hat! Siehe dazu https://www.openpr.de/news/1013334.html . In dieser Pressemitteilung von zoos.media heisst es u.a.:

    THOMAS COOK UND DER WALFANG IN TAIJI

    Ein Anteilseigner von Thomas Cook und seine Firma Fosun haben in China ein gemeinsames Projekt: Thomas Cook China. Fosun hat 51% dieser Firma inne, besitzt aber auch das Resort Atlantis Sanya – ein frisch eröffnetes Hotel mit einem „Marine And Waterpark“.

    Darin leben zehn Delfine, die, laut der Seite Cetacean Cousins,aus Taiji, dem Ort der berühmt-berüchtigten Delfin-Treibjagd, die seit Jahren heftig kritisiert wird, importiert wurden. Moderne Zoos und Aquarien sprechen sich schon seit Jahren, auch bereits bevor das Thema weltweite Aufmerksamkeit erregte, gegen diese grausame Praktik aus, weil sie komplett unnötig und tierquälerisch ist. Die Weltzoo-Organisation (WAZA) errang einen wichtigen Sieg gegen die Walfangindustrie in Taiji, in dem man den japanischen Zooverband überreden konnte, dass seine Mitglieder aus dem Geschäft ausstiegen…“

    Wenn dies zutrifft, kann ich dies nur so kommentieren, dass Thomas Cook als derjenige, der im Glashaus sitzt, besser nicht mit Steinen werfen sollte!

    Hingegen hat sich Loro Parque als moderner Zoo von jeher (wie auch SeaWorld und alle modernen Zoos der westlichen Welt) von den barbarischen Delfintreibjagden im japanischen Taiji deutlich distanziert!!!

    Und nach allen Erkenntnissen geht es den Meeressäugetieren im Loro Parque – nicht zuletzt den Orcas – ausgezeichnet! Davon konnte ich mich (übrigens als ehemaliger Skeptiker in Sachen Orcahaltung) während meiner Mitarbeit als Zoologischer Direktor des Loro Parque auch unmittelbar überzeugen!

    Das Loro Parque-Team und die consultierend hinzu gezogenen namhaften Experten leisten fortwährend, und gerade derzeit, Großartiges!

    Dennoch ist abzusehen, dass dies in den Augen der ewigen und letztlich natur- und tierschutzverachtenden Querulanten der „Tierrechts“industrie niemals anerkannt werden wird.

    Überlebt der kleine Orca (was bekanntlich angesichts der großen Jungtiersterblichkeit von Cetaceen auch in der Natur längst nicht selbstverständlich ist!) ist er zu (angeblich…) „lebenslanger Sklaverei“ verdammt, und stirbt er, so haben es diese Besserwisser ja schon immer gewusst.

    Ich möchte hinsichtlich der Bedeutung der Orcas im Loro Parque (der mit 10% der Eintrittsgelder die vorbildliche Naturschutzarbeit der Loro Parque Fundacion unterstützt) als Botschafter für den Meeresschutz u.a. auf ein Video verweisen, das im Vorjahr für zoos.media im Loro Parque mit mir aufgezeichnet wurde: https://www.youtube.com/watch?v=7X_89kxjtvk

    Wahre Tier- und Naturfreunde drücken deswegen die Daumen, dass das neugeborene Orcamädchen, ebenso wie ihre Artgenossen im Loro Parque, auch künftig eine wichtige Rolle als Botschafter für Tierwelt und Natur einnimmt (siehe dazu auch die empfehlenswerte Broschüre – Der moderne Zoo – Botschaft der Wildtiere: http://loroparque.com/flipbook/zoo_moderno_deu/).

    Denn: Wer Tiere kennt, wird Tiere schützen! (Motto des Verbandes der Zoologischen Gärten VDZ)

    geschrieben von Wolfgang Rades
  3. Morgans Kalb ist ein Weibchen.

    geschrieben von Susanne
  4. Ich wünsche mir natürlich auch, dass das Kleine die ersten Wochen gut meistern wird

    geschrieben von Oliver

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