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Futterplatz der Schnabelwale


Schnabelwale und die US-Navy teilen sich das gleiche Gebiet – allerdings mit unterschiedlichen Absichten.

Symbolfoto: Cuvier-Schnabelwale
(Foto: WhalewatchGenova)

Tiefseekalmare

Ausgerechnet im Sonar-Testgebiet der US-Navy – im San Nicolas Basin vor Südkalifornien – leben viele Tiefseekalmare. Und diese gehören zur Hauptnahrung der Schnabelwale. Aus diesem Grund kommen die Meeressäuger immer wieder dorthin.

Das Militär änderte zwar wegen der Schnabelwale seine Trainingsgepflogenheiten. Außerdem wurden bestimmte Regionen ausgewählt, in denen keine Sonar-Übungen stattfinden.

Doch die Meeressäuger kommen immer wieder in die für sie gefährliche Zone zurück.

Ein Tauchgang muss sich lohnen

Schnabelwale verbrauchen sehr viel Energie, wenn sie Tieftauchgänge unternehmen. Daher muss sich ein Tauchgang lohnen.

Im Übungsgebiet des US-Militärs sind Tiefseekalmare zehn Mal häufiger anzutreffen als in den benachbarten Gebieten.

Dort müssen die Cuvier-Schnabelwale nur einmal am Tag in die Tiefe gehen, um an die begehrte Beute zu gelangen.

In einem nahe gelegenen Abschnitt, der sonarfrei gehalten wird, müssen die Meeressäuger zwischen 22 und 100 Tauchgänge am Tag absolvieren, um genügend Nahrung aufnehmen zu können. Deshalb kehren sie wahrscheinlich immer wieder ins Testgebiet zurück, auch wenn das militärische Sonar ihren Organen schaden kann.

„Unsere Ergebnisse haben Auswirkungen auf das Management“, erklärt ein in eine Studie involvierter Forscher. „Sie liefern direkte Informationen an Marine und Bundesbehörden, um wichtige Lebensräume vor Kalifornien besser zu verwalten und zu schützen.“
(Quelle: taucher.net)

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