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Mikroplastik in vielen Delfinen


Schlechte Bilanz für die Delfine rund um Großbritannien: In allen untersuchten gestrandeten Tieren fanden Forscher durchschnittlich 5,5 Mikroplastik-Partikel im Bauch.

Netz aus Plastik
(Foto: Susanne Gugeler)

„Es ist schockierend, aber nicht überraschend, dass jedes Tier Mikroplastik aufgenommen hat“, sagte Sarah Nelms – Hauptautorin einer Studie.

Zu Mikroplastik zählen Kunststoffteilchen, die kleiner als fünf Millimeter sind.

Vor allem synthetische Fasern

84 Prozent der Funde stammten aus synthetischen Fasern, die wahrscheinlich in Kleidungsstücken, Fischernetzen oder Zahnbürsten verarbeitet wurden.

Im Magen der Tiere fand sich mehr Mikroplastik als im Darm.

Kranke Tiere waren mit mehr Mikroplastik belastet

Aber auch ein Zusammenhang zwischen Krankheiten und Mikroplastik konnte festgestellt werden. So enthielten die Organe der Delfine, die an einer Infektion gestorben waren, mehr Partikel als diejenigen anderer Tiere.

Nun muss man weitere Studien abwarten, um die Wirkung des Mikroplastiks auf Meeressäuger besser einordnen zu können.
(Quelle: Großteil der Meeressäuger mit Mikroplastik belastet)

Lesetipps

* Microplastics in marine mammals stranded around the British coast: ubiquitous but transitory?
* Microplastics found in every marine mammal surveyed in UK study

Ein Kommentar

  1. Fischernetze und Zahnbürsten? Das wäre dann wohl Polyamid (Nylon).
    Warum müssen wir dann auf Plastiktüten (Polyethylen) verzichten?

    Steht davon irgendwas von in der Studie?

    Immerhin: Plastik ist nicht gleich Plastik.

    geschrieben von Rüdiger Hengl

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