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Beluga-Bestand geht zurück


Forscher haben festgestellt, dass die Beluga-Population in der Cook-Inlet-Bucht im Golf von Alaska immer weiter reduziert wird.

Beluga-Population wird immer kleiner
(Foto: Toni)

Altersbestimmung mittels Hautproben

Ellie Bors, Postdoktorandin an der Universität von Washington, und andere Biologen versuchen mithilfe von Hautproben, das Alter der Meeressäuger zu bestimmen.

Sie wollen anhand der Altersverteilung Prognosen stellen, ob es zum Beispiel viele ältere Tiere gibt, die dann automatisch häufiger altersbedingten Krankheiten ausgesetzt sind und so zur Reduzierung der Population beitragen.

Auch können sie erkennen, ob es fortpflanzungsfähige Wale gibt und ob diese mit Giften kontaminiert sind.

Epigenetik

Bors‘ Forschung auf dem Gebiet der Epigenetik befasst sich mit chemischen Veränderungen, die mit der DNA verbunden sind.

Bors untersucht die Addition von Methylgruppen in einem als Methylierung bezeichneten Prozess. Offenbar ändert sich der Grad mit dem Alter der Tiere. Je höher der Methylierungsprozess ist, desto älter ist ein Beluga.

Bisher waren Wissenschaftler auf tote Tiere angewiesen, bei denen sie das Alter an den Zähnen ablesen konnten. Doch bei lebenden Belugas kann man die Zähne nicht untersuchen. Tote Tiere geben außerdem keinen Aufschluss darüber, wie es um die Gesamtpopulation bestellt ist.

Altersverteilung in der Beluga-Population

Für die genetische Untersuchung werden mit einem kleinen Pfeil Hautproben entnommen. Mithilfe der Analyse dieser Proben kann ein Gesamtüberlick über die Altersverteilung in der Beluga-Population gewonnen werden.

Ein denkbarer Grund für die schwindende Beluga-Population in der Cook-Inlet-Bucht wäre zum Beispiel, dass es nur wenige Weibchen gibt, die über zehn Jahre alt sind. Erst in diesem Alter beginnen sich die Tiere fortzupflanzen.
(Quelle: New DNA-based tool shows promise to answer questions behind Cook Inlet beluga’s decline)

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