Themen: ,

Verendete Ostsee-Schweinswale


Im August 2019 wurden bei Minensprengungen im Naturschutzgebiet Fehmarnbelt (Ostsee) mehrere Schweinswale getötet.

Schweinswal-Briefmarke
(Foto: Rüdiger Hengl)

Jetzt hat das Bundesamt für Naturschutz seinen Bericht vorgelegt – Umweltschützer sprechen von einem Versagen der Bundeswehr.

42 Minen wurden gesprengt

Es geht um 42 Grundminen, die im Sommer 2019 ein Minenabwehrverband der NATO – unter Beteiligung der deutschen Marine – sprengte. Die Detonationen fanden in einem Naturschutzgebiet statt, in dem Schweinswale leben.

Bei toten Tieren war Hörorgan geschädigt

Bei mindestens acht später aufgefundenen toten Tieren wurden Schädigungen des Hörorgans festgestellt.

Ohne Echolokation kann ein Schweinswal Hindernissen nicht ausweichen und auch nicht mehr mit Artgenossen kommunizieren.

Insgesamt wurden im vergangenen Jahr zwischen Anfang September und Ende Oktober 41 Schweinswale an Stränden in der Region aufgefunden, 24 wurden obduziert.
(Quelle: Tagesschau.de)

Keine Sprengungen mehr

Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) ordnete im September offenbar ein Verbot für Unterwassersprengungen der Bundeswehr an, um Schäden für die Umwelt zu verhindern.

Im Herbst sollten ganz in der Nähe eines Schutzgebietes Unterwassersprengungen vorgenommen werden, um u.a. Daten für den Bau von Kriegsschiffen zu erhalten. Dieses militärische Vorhaben ist nun erst einmal vom Tisch.
(Quelle: WDC, München)

Lesetipps

* Noch mehr tote Schweinswale
* 18 tote Wale nach Sprengung

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.