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Grindwale vor Makaronesien


Wart ihr schon einmal in Makaronesien? „Wo ist das denn?“, werdet ihr fragen. In einer Doku des ZDFs habe ich mehr darüber erfahren. Hier ein Kurzbericht.

Susanne Gugeler

Teneriffa: wild und schön … (Susanne Gugeler)

Es handelt sich bei Makaronesien um eine Inselgruppe im Atlantischen Ozean. Dazu gehören die Kapverden, die Kanaren, die Azoren und Madeira sowie viele kleine unbewohnte Inseln.

Alle diese Inseln sind vulkanischen Ursprungs. Der Meeresboden fällt direkt vor den Küsten steil ab – bis in 4.000 Meter Tiefe. Diese Regionen sind ein Paradies für Tiere.

Übersetzt heißt Makaronesien „glückliche Inseln“

Glücklich und fasziniert war der Journalist und Fernsehmoderator Dirk Steffens, als er vor den Inseln in die Unterwasserwelt tauchen durfte – und zwar mit einem Mini-U-Boot. Auf dem Meeresgrund entdeckte er für ihn bisher unbekannte Kreaturen – und Müll.

Kaum zu glauben, aber auch in Regionen, die vom Menschen so gut wie nie besucht werden, hat sich der Plastikmüll bereits angesiedelt.

Wer Dirk Steffens folgen will, kann sich die Dokumentation in der Mediathek des ZDF ansehen. Man erfährt dort u.a., dass es auf manchen Inseln keine Insekten gibt. Dort wird die Bestäubung der Pflanzen von kleinen Vögeln übernommen.

Ortstreue Grindwale vor den Inseln

Für Wal- und Delfin-Fans wird es im Film ab ca. 31:28 spannend. Man erfährt, dass verschiedene Walarten gerne vor den Inseln verweilen.

Kaltes nährstoffreiches Wasser wird an den Sockeln der Inseln nach oben transportiert. Es entsteht eine Nährstoffwalze, die ein ideales Futtergebiet für Wale und Delfine darstellt.

Eine Gruppe von Kurzflossengrindwalen – etwa 1.000 Tiere – hält sich das ganze Jahr über an den Küsten Makaronesiens auf.

Niedriger Stresslevel und gut genährt

Forscher haben untersucht, ob es den Meeressäugern gut geht.

Sie lesen aus der Atemluft den Stresslevel des Tieres heraus. Offenbar befinden sich in den per Plexiglasschälchen gewonnenen Proben kaum Stresshormone.

Der Ernährungszustand der Tiere wird aus Proben der Haut ermittelt. Dazu wird der Grindwal mit einer Armbrust beschossen. Der Pfeil dringt in den Blubber ein und fällt sofort wieder ab.

Fazit: Die Wale sind gut genährt und bei bester Gesundheit.
(Quelle: terra-x)

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