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Schweinswale leiden unter Fischerei


Das Bottlennose Dolphin Research Institute (BDRI) in Galizien informiert auf seiner Facebookseite, dass der Hafenschweinswal in spanischen Küstengewässern voraussichtlich in den kommenden drei Jahrzehnten aussterben wird. Verhindert werden könne dies nur, wenn sich die Fischereibewirtschaftung ändert.

Schweinswale vor Wilhelmshaven
(Foto: Frank Blache)

Schweinswal gilt als bedrohte Art

Der Biologe Bruno Diaz Lopez und seine Kollegen stellten Modellrechnungen an, welche Auswirkungen die Küstenfischerei auf Große Tümmler, Gemeine Delfine und Schweinswale hat.

Dabei kamen sie zu dem Ergebnis, dass alle drei Arten bei Zunahme der Fischerei bis in 30 Jahren erheblich dezimiert würden. Vor allem der Schweinswal wäre gefährdet. Er gilt bereits heute in spanischen Küstengewässern als bedrohte Art. Der Kampf um weniger Beutetiere würde den Wettbewerb der drei Arten untereinander verschärfen.

Der Schweinswal könnte sogar verschwinden, wenn die Fischereitätigkeit nicht weiter zunehmen, sondern im gegenwärtigen Umfang weiterbetrieben wird.

Bruno Diaz Lopez fordert, dass die Fischereibewirtschaftung unter einem Ökosystem-Ansatz gesehen werden muss und dass nachhaltige Fischerei, die das Ökosystem erhält, gefördert werden muss.
(Quelle: Studie Modelling ecosystem dynamics to assess the effect of coastal fisheries on cetacean species)

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