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Pottwale foppten ihre Jäger


Im 19. Jahrhundert machten vor allem amerikanische Waljäger im Nordpazifik Jagd auf Pottwale.

Neugieriger Pottwal
(Foto: Susanne Gugeler)

Die großen Zahnwale mit dem quadratischen Kopf mussten bis dahin nur Orcas fürchten, die es auf ihre Jungtiere abgesehen hatten.

Alte Logbücher liefern neue Erkenntnisse

Die Forscher Hal Whitehead, Tim D. Smith und Luke Rendell haben nun anhand von alten Logbüchern herausgefunden, dass Pottwale innerhalb sehr kurzer Zeit gelernt hatten, den Menschen auszuweichen.

Dieses Verhalten scheint nämlich die einzige Erklärung dafür zu sein, dass die Pottwalfänge innerhalb weniger Jahre um 58 Prozent zurückgingen.

Wale entwickelten Walfang-Vermeidungs-Strategien

Die Wale haben mithilfe ihrer sozialen Lernfähigkeit extrem schnell und flächendeckend Walfang-Vermeidungs-Strategien erlernt und kommuniziert. Dazu gehörte auch, dass sie gegen den Wind flohen. Die Segelschiffe konnten ihnen dann nicht mehr folgen.

„Kulturelle Evolution“

Die Wissenschaftler nennen dieses Verhalten eine „kulturelle Evolution“. Für eine genetische Evolution wäre die Zeitspanne zu kurz gewesen.

Pottwale leben in einem Matriarchat. Daher gehen die Verantwortlichen der Studie auch davon aus, dass die weiblichen Tiere die anderen Gruppen über eine lange Distanz mit Klickgeräuschen vor den Menschen gewarnt haben.
(Quellen: scienceblogs.de, spectrum.de, deutschlandfunknova.de, abcnews.go.com und The Royal Society – Bilology Letters)

Der Walexperte Günther Behrmann erinnert daran, dass die Schiffe damals noch keine Echolokation kannten, die Wale jedoch schon. Die Geräusche der Segelboote wurden von den Pottwalen auch unter Wasser wahrgenommen, vor allem wenn die Boote durch Wellen fuhren.

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