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Die Walforscherin aus Sri Lanka


Asha de Vos aus Sri Lanka gilt als Pionierin der Blauwalforschung im Indischen Ozean. Sie ist der Meinung, dass wir ohne den Kot der riesigen Meerestiere nicht überleben können.

Größenvergleich zwischen Mensch und Wal
(Foto: Andrea Steffen)

Sauerstoff aus dem Meer

Tauchen Wale aus der Tiefe auf, bringen sie Nahrungsstoffe für das Phytoplankton mit. Und diese Pflanzen sind nicht nur Nahrungsgrundstoff vieler Meeresbewohner, sondern sie produzieren außerdem Sauerstoff, von dem auch Kreaturen an Land profitieren.

In einem Interview der Süddeutschen Zeitung mit der Meeresbiologin kann man lesen: „Etwa 50 bis 70 Prozent des Sauerstoffs, den wir atmen, wurde von Pflanzen im Meer generiert, und ein beachtlicher Teil davon wurde von Walkot gedüngt.“

Tote Wale speichern Kohlenstoff

Doch nicht nur lebende Wale sind wichtig für das Funktionieren eines Ökosystems, sondern auch tote Tiere. „Wussten Sie, dass Walkadaver etwa 190.000 Tonnen Kohlenstoff aus der Atmosphäre in die Meerestiefen transportieren? Das entspricht dem Ausstoß von etwa 80.000 Autos pro Jahr. Die Meerestiefen agieren als Kohlenstoff-Gräber, weil sie überschüssiges Carbon aus der Atmosphäre speichern“, erklärt Asha de Vos.

Immer weniger Phytoplankton

Da die Wassertemperaturen aufgrund des Klimawandels steigen, wird das Phytoplankton weniger. Asha de Vos berechnete einen Rückgang von 20 Prozent allein im Indischen Ozean.

Blauwale könnten an einem Laib Brot ersticken

Die Biologin befasst sich nicht nur mit dem Kot der Wale oder beschreibt den Nutzen der Kadaver für die Umwelt. Sie interessiert sich auch für die Anatomie der großen Tiere. Erstaunt war sie, als sie feststellte, wie eng die Speiseröhre der Blauwale ist. Sie könnten an einem Laib Brot ersticken. Die Riesen der Meere fressen nur ganz kleine Lebewesen.

Oceanswell

Mehr über Asha de Vos Einsatz für die Blauwale könnt ihr auf ihrer Website Ocenswell lesen.
(Quelle und weitere Informationen: Süddeutsche Zeitung)

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