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Herrenlose Netze sind Todesfallen


Wie man in einem aktuellen ZDF-Beitrag erfahren kann, landen Jahr für Jahr eine Million Tonnen Fischernetze im Meer.

Netz aus Plastik
(Foto: Susanne Gugeler)

Zum Teil gehen sie im Sturm verloren, zum Teil werden sie von Fischern auf hoher See entsorgt, um Kosten zu sparen.

Die Zersetzung dauert 600 Jahre

Kunststoffnetze brauchen bis zu 600 Jahre, bis sie sich zersetzen.

Unendlich viele Meerestiere geraten in die „Geisternetze“ und verfangen sich darin. Man geht davon aus, dass 130.000 Delfine, Seehunde, Seelöwen, Wale und Millionen Fische, Vögel und Schildkröten in den Netzen qualvoll sterben.

Gefahr in der Ost- und Nordsee

Allein in der Ostsee landen jährlich bis zu 10.000 Netzteile. Aber auch die Nordsee ist von dem Problem betroffen.

Die Netzteile, die an den Strand gespült werden, verwenden Seevögel für den Nestbau. Die Küken der Dreizehenmöwen, Trottellummen und Basstölpel verheddern sich oft in den Maschen und sterben, bevor sie das Erwachsenenalter erreicht haben.

Gibt es eine Alternative?

Im norwegischen Trondheim untersuchen Forscher im „SINTEF Research Institute“, ob sich Netze aus biologisch abbaubaren Materialien einsetzen lassen.

In der Mediathek des ZDF könnt ihr euch die interessante Dokumentation über die Gefahr, die von den herrenlosen Netzen ausgeht, anschauen.

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