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Unfreiwillige Müllschlucker im Meer


Zehn Millionen Mikroplastikteile nehmen Blauwale täglich (!) zu sich … Umgerechnet sind das 43,6 Kilogramm.

Abtauchender Blauwal
(Foto: Roland Edler)

Aber auch andere Bartenwale – wie zum Beispiel Buckelwale – schlucken das Mikroplastik.

Partikel werden über die Nahrung aufgenommen

Die Wale nehmen die Partikel, die kleiner als fünf Millimeter sind, größtenteils nicht direkt auf, sondern über ihre Nahrung. Dazu gehören Krill und kleine Fische.

Die höchste Konzentration des Kunststoffes befindet sich in einer Wassertiefe von 50 bis 250 Metern. In dieser Tiefe gehen Bartenwale auf Futtersuche.

Die Partikel stammen unter anderem aus Autoreifen, synthetischer Kleidung und Verpackungsmaterial. Mikroplastik entsteht, indem große Plastikteile durch Erosion immer weiter zerrieben werden. Außerdem werden kleine Plastikteile im Duschgel oder in Zahnpasta verarbeitet, weil sie gut schmirgeln.

Studie vor der Küste Kaliforniens durchgeführt

Die Studie, die die Verbreitung von Mikroplastik und das Fressverhalten von Bartenwalen untersuchte, fand zwischen 2010 und 2019 vor der Küste Kaliforniens statt. Ein US-Forschungsteam hat sie im Fachblatt Nature Communications veröffentlicht.

Kleine Tiere verhungern

Kleine Tiere (wie zum Beispiel Fische), die Plastik aufnehmen, können verhungern. Ihr Magen signalisiert nämlich, dass sie satt sind. Doch Plastik hat keine Nährwerte.

Auch die Schleimhäute und die Atmungsorgane können durch Mikroplastikteile verletzt werden.
(Quellen: Nature Communications, GEO-Magazin, science.orf.at und MDR Wissen)

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