Wie das spanische Forschungsinstitut BDRI (Bottlenose Dolphin Research Institute) mitteilt, halten akustische Signalgeber (auch Pinger genannt) Delfine nicht von den Netzen der Ringwadenfischerei fern.
Diese Beobachtung wurde während des sogenannten ECOCERCO-Projekts in den Rías Baixas (Meeresbuchten in Galicien/Nordwestspanien) gemacht.
66 Fangfahrten wurden begleitet
Um die Effektivität der Pinger zu bewerten, begleitete ein Beobachter zwei kommerzielle Ringwadenfischerboote auf 66 Fangfahrten.
100 Pinger wurden ausgeworfen
Zwischen April und November 2025 wurden dabei über 100 Pinger ausgeworfen. Bei jedem Fang wurden die Anwesenheit von Delfinen, die Art der Interaktion mit den Netzen, die Seebedingungen und der Einsatz des akustischen Geräts der neuen Generation (Modell DDD-03H) dokumentiert.
Delfine näherten sich den Netzen trotz Pinger
Die Daten waren eindeutig: Die Hälfte der Sichtungen von Großen Tümmlern führte zu einer direkten Interaktion mit dem Ringwadennetz, indem sich die Tiere dem Netz näherten und die Fanggeräte beschädigten.
Obwohl der Pinger funktionierte, wurde zudem der versehentliche Fang eines Gemeinen Delfins in Anwesenheit des Geräts dokumentiert. Der Delfin konnte jedoch erfolgreich freigelassen werden, was zeigt, dass das Gerät nicht verhindert, dass diese Tiere in den Netzen gefangen werden.
Die Technologie ist weniger entscheidend
Dem Abschlussbericht der Studie zufolge ist weniger die Technologie entscheidend, sondern vielmehr der Ort und Zeitpunkt der Fischerei sowie die Nähe der Delfingruppen zum Zeitpunkt des Netzauswurfs.
Die Gebiete, in denen die Flotte unter anderem Sardinenschwärme fischt, bergen das höchste Risiko. Denn Sardinen gehören in den Rías de Arousa und Muros/Noia auch zu den Hauptbeutetieren der Delfine.
(Quelle: Bottlenose Dolphin Research Institute)

