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Viele tote Walkälber in Argentinien


An den Stränden Argentiniens sind Hunderte Walkälber tot aufgefunden worden.

Südlicher Glattwal
(Foto: Stephanie und Detlef Müller)

Dabei handelte es sich um Südliche Glattwale (auch Südkaper genannt).

Wundrose

Als Sterbeursache nannte Meeresbiologe Mariano Coscarella vom argentinischen Forschungsinstitut Conicet eine bakterielle Infektion (Wundrose, medizinisch Erysipel).

Wichtiges Fortpflanzungsgebiet

Die südargentinische Provinz Chubut (dort wurden die Wale gefunden) und die nahe gelegene Halbinsel Valdés sind wichtige Fortpflanzungsgebiete für Südliche Glattwale.

Die Meeressäuger erreichen eine Länge von bis zu 17 Metern und wiegen im Schnitt 40 Tonnen. Sie werden ungefähr 60 Jahre alt.

2025 wurden in dem Gebiet so viele Glattwale wie noch nie gezählt – nämlich 2.110 Individuen. Darunter befanden sich 800 Kälber. In diesem Jahr konnten nur 1.375 Wale registriert werden – darunter 400 Kälber.
(Quelle: Tagesschau)

Möwen attackieren Wale

Junge Südkaper werden in Valdés auch oft von Dominikanermöwen angegriffen. Darüber habe ich in Möwen attackieren Glattwale berichtet.

Die Möwen haben es vor allem auf Jungtiere abgesehen, weil deren Haut weicher ist und die Vögel leichter Stücke herauspicken können. Auch müssen die neugeborenen Wale öfter zum Atmen auftauchen und sind somit für die Möwen eine leichte Beute. Bis zu 1.000 Attacken muss ein Walkalb am Tag erleiden.

Die kleinen Wale werden durch die von den Schnabelhieben zugefügten Wunden geschwächt. Außerdem kommen sie nicht zur Ruhe, weil sie ständig vor den Möwen auf der Flucht sind. Ihnen bleibt dadurch weniger Zeit, um Muttermilch aufzunehmen.

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