Newsletter 10/2026


Auch wenn es nachts schon recht kalt ist, gibt es tagsüber immer noch wärmende Sonnenstrahlen.

Marineland 2008
(Foto: Susanne Gugeler)

Krankheiten und Todesfälle

Alles andere als warm ums Herz wird mir, wenn ich an die Todesfälle bei mehreren Belugas und einem Großen Tümmler denke.

Es handelt sich dabei um Tiere, die aus Bankrott gegangenen Einrichtungen kommen und bei denen im neuen Zuhause nun zum Teil bereits länger bestehende Krankheiten zutage traten, die letztendlich zu ihrem Tod führten.

* Zu den Todesfällen aus der „Kanada-Gruppe“ gibt es weitere Informationen unter Erneut sind zwei Belugas gestorben ….

* Zum Todesfall aus der „Antibes-Gruppe“ siehe Auch bei den Delfinen aus Antibes gab es ein Opfer.

Was wird aus Wikie und Keijo?

Orcas in Antibes
(Symbolfoto: Rüdiger Hengl)

Die beiden Orcas Wikie und Keijo befinden sich immer noch in dem seit Januar 2025 geschlossenen Marineland in Antibes (Côte d’Azur, Südfrankreich). Die Verlegung in den Loro Parque wird weiterhin verschleppt.

Ich kann nur hoffen, dass Mutter und Sohn durchhalten und bald eine gute Unterkunft auf Teneriffa bekommen.

Die Delfin-Expertin Dr. Kathleen Dudzinski plädiert dafür, dass die beiden Orcas im Loro Parque untergebracht werden, da sie wahrscheinlich gut in die dort aus vier Artgenossen bestehende Gruppe integriert werden könnten.

Todesfälle auf offenem Meer

Doch der Tod macht auch vor freilebenden Walen und Delfinen keinen Halt. In Argentinien wurden ungewöhnlich viele Walkälber tot aufgefunden. Die jungen Südlichen Glattwale sind offenbar an einer bakteriellen Infektion gestorben.

Südlicher Glattwal/Südafrika
(Foto: Stephanie und Detlef Müller)

Kreuzfahrtschiffe und Wal-Tod

In Alaska stoßen immer wieder Kreuzfahrtschiffe mit Walen zusammen. Besonders tragisch ist, dass es sich bei den Unternehmen oft um Walbeobachtungs-Anbieter handelt. Dazu gehört beispielsweise die Norwegian Cruise Line. Auch Royal Caribbean wirbt ausdrücklich mit „Whale Watching in Alaska“.

Trauerarbeit bei Buckelwal

Im Artikel Trauern Buckelwale um ihr verstorbenes Jungtier? erfährst du, dass eine Buckelwalmutter dabei gefilmt wurde, wie sie immer wieder zu ihrem toten Kalb in die Tiefe taucht. Auch wird darin der Frage nachgegangen, ob dieses Verhalten mit menschenähnlicher Trauer gleichzusetzen ist.

Buckelwal-Kalb
(Symbolfoto: Roland Edler)

Zur 70. Tagung der IWC (Internationalen Walfangkommission)

Vom 27. September bis 2. Oktober 2026 fand in Hobart (Australien) die diesjährige IWC-Tagung statt. Auf der Tagesordnung standen unter anderem die Ausweisung eines Walschutzgebiets im Südatlantik, Maßnahmen gegen Schiffskollisionen und die Frage, wie kleinere Walarten besser vor der Jagd geschützt werden können.

Zum Glück bleibt das Verbot des kommerziellen Walfangs bestehen. Der karibische Inselstaat Antigua & Barbuda sowie einige weitere Länder wollten den Walfang wieder einführen.

Abtauchender Blauwal
(Foto: Roland Edler)

Die Einrichtung eines Walschutzgebiets im Südatlantik – ein von Brasilien und anderen südamerikanischen Staaten eingebrachter sowie von Gabun und Südafrika unterstützter Vorschlag – hat bei der Abstimmung leider keine Dreiviertelmehrheit bekommen. Vier Stimmen haben gefehlt. Das geplante Schutzgebiet im Südatlantik wäre mehr als doppelt so groß gewesen wie die USA.

Mehr Irawadi-Flussdelfine

Irawadi-Delfin (Illustration: Jörg Mazur)

Aber es gibt auch Gutes aus der Welt der Meeressäuger zu berichten. So soll es wieder mehr Irawadi-Flussdelfine geben. In Kambodscha ist die Anzahl der selten gewordenen Delfine auf 118 gestiegen.

Ein Meer aus Farben und Formen

Der Herbst eignet sich exzellent dafür, Drachen steigen zu lassen. FINN hat das Drachenfest in Laichingen besucht und sich dort sehr wohl gefühlt. Ein kleines Quallen-Windspiel flattert nun bei ihm auf dem Balkon.

FINN mit Quallen-Windspiel
(Foto: Rüdiger Hengl)

Noch mehr News gibt es unter Aktuelles.

Ich wünsche dir einen schönen und farbenfrohen Herbst!

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