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Delfin-Rettung durch Hai-Fang-Stopp?


Tierschützer aus der ganzen Welt sind schockiert über die aktuell ins Netz gestellten Meldungen und Videos aus Peru.

Schwarzdelfin/Neuseeland (Foto: Anne Jerkel)

Schwarzdelfin/Neuseeland (Foto: Anne Jerkel)

Dort werden offenbar Jahr für Jahr mehrere Tausend Delfine (im Film- und Foto-Material sind Schwarzdelfine – Dusky Dolphins – zu sehen) getötet, deren Fleisch zu kostenlosem Köder für Haie verarbeitet wird (siehe dazu auch Peruanische Fischer töten 15.000 Delfine pro Jahr und Massacre of the dolphins).

Der Filmemacher und Delfinschützer Hardy Jones von BlueVoice berichtet auf seiner Website: „Vertreter aus den USA, Großbritannien, Japan, Hong Kong, Kanada, Australien, Italien, Kanada, Mexiko und anderen Ländern haben in einer Erklärung das brutal grausame und verschwenderische Abschlachten von Delfinen verurteilt.“ Jones befürchtet: „Peru könnte das zweite Japan werden.“ Seit 1979 setzt er sich dafür ein, dass in Japan das grausame Töten von Delfinen beendet wird.

Regierung in Verlegenheit

Stefan Austermühle, Präsident der Peruanischen Umweltschutz-Organisation Mundo Azul, führte zahlreiche Gespräche mit den Peruanischen Ministern für Umwelt, Fischerei und Produktion. Er hat festgestellt, dass die Regierung das Problem nicht ignoriert, und bietet an, einen Aktionsplan zu erstellen, um das barbarische Abschlachten von Delfinen zu beenden. Die Veröffentlichung der Delfin-Tötungen in den Medien bringen Regierungsvertreter und die nationalen Medien offenbar in Verlegenheit.

Der Schutz von Haien könnte Delfine retten

Austermühle ist sich jedoch sicher, dass ein von der Regierung erlassenes Verbot, Delfine zu töten, nichts bringt, da das Schlachten illegal weitergehen werde, solange der Absatz von Hai-Produkten so gut liefe. Erst wenn Haie unter Schutz gestellt würden, würde auch die Jagd auf Delfine aufhören.

Bricht Hai-Population in Peru zusammen?

Es wird befürchtet, dass die Hai-Population in Peru zusammenbrechen könnte, da 90 Prozent der in den Häfen von Pucusana und Ilo angelandeten Haie Jungtiere sind. Peruanische Regularien für die Fischerei schreiben vor, dass lediglich 10 Prozent der getöteten Haie eine Mindestgröße unterschreiten dürften.

Diese Daten müssten ausreichen, um erst einmal ein Hai-Fang-Verbot auszusprechen, damit sich die Population wieder erholen kann, schreibt Hardy Jones auf seiner Website.
(Quelle: BlueVoice)

Hier kann man aktiv werden

Viele Tierfreunde haben sich im sozialen Netzwerk zusammengetan, um in einer Petition gegen die Delfin-Tötung und den Hai-Fang in Peru zu protestieren.

Um mehr über die Problematik zu erfahren, kann man sich an folgende Adressen wenden:
Diana Herrera: diana.mundoazulorg@gmail.com – cel phone: 946096753 (nextel)
Stefan Austermuhle: mundoazulperu@gmail.com – cel phone: 994104206 (nextel)

Hardy Jones, BlueVoice.org
904 471-4600 tel
707-326-5832 cell
hardyjones@bluevoice.org
http://www.bluevoice.org

Du kannst dich auch an die Botschaft der Republik Peru in Deutschland wenden und um Hilfe für die Delfine und Haie bitten. Bitte denke daran, dass dein Schreiben höflich abgefasst ist.

Lesetipp

* Delfin-Leid weltweit

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