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Von Ortmüller ungeprüft übernommene Meldung wird Fall für den Presserat


Rüdiger Hengl – Autor und Fotograf der MEERESAKROBATEN – hat eine von der Redaktion IM WESTEN.online ungeprüft übernommene Meldung von Jürgen Ortmüller (Chef der Ein-Mann-Organisation WDSF) vor dem Presserat beanstandet.

Blasender Grindwal (Foto: Rüdiger Hengl)

Blasender Grindwal
(Foto: Rüdiger Hengl)

Im August erschien in dem o.g. Online-Artikel die Nachricht, dass Ortmüller 80 Grindwalen das Leben gerettet haben soll (siehe dazu auch Jürgen Ortmüllers Hang zum Fabulieren). Dies traf erwiesenermaßen nicht zu. Auf Rüdigers Beschwerde und gleichzeitige Meldung an den Presserat hin erfolgte die Richtigstellung nicht an gleicher Stelle, sondern in unzureichender Form nur in einem Teil der Printmedien desselben Verlags.

Aus diesem Grund wurde der Online-Redaktion wegen Verstoßes gegen die publizistischen Grundsätze gemäß § 12 der Beschwerdeordnung am 11.12.2014 vom Presserat eine Missbilligung ausgesprochen. Die Online-Redaktion hätte spätestens nach Rüdigers Einwand selbst recherchieren müssen und nicht ausschließlich auf Ortmüllers Angaben vertrauen dürfen.

Die Online-Redaktion hat den Artikel mit der umstrittenen Meldung inzwischen gelöscht.

Ein Kommentar

  1. Sehr gut. Herr Ortmüller mag seine Meinungen und seine Sicht der Dinge auf seiner Homepage vertreten, wie es ihm beliebt. Das ist sein gutes Recht. Und die Presse mag auch seine Aussagen zitieren, aber dann bitte deutlich als Zitat gekennzeichnet, also mit Anführungsstrichen oder im Konjunktiv. Mir geht es aber auch schon seit geraumer Zeit – und nicht nur bei diesem Themenbereich – auf die Nerven, dass Faktenaussagen ohne ihren Wahrheitsgehalt zu prüfen in der Presse wiedergegeben werden. Ich erinnere mich noch an einen Artikel in der RP vor einigen Wochen, in der ein PETA-Mitglied zitiert wurde, es würde „verschwiegen“, dass es in der Delphinzucht keine „überlebenden Nachkommen in dritter Generation“ geben würde – was selbst auf Europa bezogen nachweislich falsch ist (zumindest habe ich keine kenntnis davon, dass das eine 3.-Gen.-Jungtier nicht mehr lebt). Als Zitat markiert, daher wohl vor dem Presserat nicht zu beanstanden, sachlich aber falsch, und durch den Verfasser nicht richtig gestellt, weswegen man davon ausgehen muss, dass er das selber nicht nachgeprüft hat und davon ausgeht, dass das, was die PETA-Frau gesagt hat, stimmt. Ich habe das der Redaktion geschrieben, den kompletten Stammbaum des 3.-Gen.-Jungtieres aufgeführt. Was daraus geworden ist, keine Ahnung.

    geschrieben von Dani

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