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Roland und die Großen Tümmler


Seit 37 Jahren arbeitet Roland Edler im Duisburger Zoo. Dort kümmert er sich mit zwei weiteren Kollegen um die acht Großen Tümmler.

Delphi mit ihrem Baby
(Foto: Duisburger Zoo)

Sechs der Delfine wurden in Duisburg geboren. Das jüngste Gruppenmitglied ist erst gut zwei Monate alt.

Delphis Tochter hat noch keinen Namen

Einen Namen hat die Tochter von Delphi noch nicht, aber es wird auf jeden Fall einer mit „D“ sein.

Nachtrag vom 29. Dezember 2020: Das Delfinmädchen heißt nun DORA.

Die Namen aller Delfine, die in Duisburg geboren wurden, beginnen mit diesem Buchstaben. Eine kleine Auswahl gefällig? Delphi, Debbie, Dörte, Darwin, Diego, Dobbie usw.

Etliche der im Ruhrpott geborenen Delfine schwimmen inzwischen in anderen zoologischen Einrichtungen. Wie zum Beispiel Donna und Dolly. Die beiden Weibchen könnt ihr in der Lagune im Nürnberger Tiergarten besuchen (sobald er nach dem Lockdown wieder geöffnet hat).

Verspieltes Familienmitglied

Für Roland sind Delphi & Co. wie Familienmitglieder. Manche Tiere kennt er von Geburt an.

Delphis Tochter beobachtet ihre Mutter ganz genau, wenn diese Luftblasen ins Wasser sprudelt. Offenbar hat sie auch ihre Zunge entdeckt und streckt diese manchmal heraus – sogar beim Schwimmen, was laut Roland sehr ulkig aussieht.

Vier Babys von Delphi

Roland war auch bei der Geburt von der heute 28-jährigen Delphi dabei, die mittlerweile bereits vier Jungtiere aufgezogen hat. Es ist für ihn jedes Mal aufs Neue ein großes Ereignis, wenn ein Tier das Licht der Welt erblickt.

Medizinisches Training

Delphis Tochter lernten die Tierärzte und Pfleger bereits vor der Geburt kennen. Über Ultraschalluntersuchungen, an die die Delfine im medizinischen Training gewöhnt werden, konnten sie dessen Entwicklung genau verfolgen.

Die Geburt

Dass die Geburt bald losgeht, zeigt sich daran, dass sich das Gesäuge des Muttertieres mit Milch füllt. Außerdem sinkt die Körpertemperatur der werdenden Mutter um rund ein Grad. Normalerweise haben Delfine eine Körpertemperatur zwischen 36 und 38 Grad Celsius. Wiederholte Messungen zeigen an, wenn der für einen bestimmten Delfin bekannte Normalbereich leicht unterschritten wird.

Auch Delphis Jungtier kam – wie für Delfine üblich – mit der Schwanzflosse (Fluke) zuerst auf die Welt. Diese ist zunächst ganz weich und wird erst mit der Zeit fester. An der Wasseroberfläche nimmt das Baby seinen ersten Atemzug.

Energieraubender Start

Kleine Delfine sind immer in Bewegung und ruhen sich nicht aus. Sie starten quasi von 0 auf 100. Ihr Stoffwechsel wird dadurch stark belastet. Außerdem sind sie sehr anfällig für Infektionen, da sie Antikörper erst ausbilden müssen. Der einzige Infektionsschutz kommt über die Muttermilch, wenn das Baby genügend trinkt.

16 Kilogramm Fisch für Delphi

Da Delphi ihre Tochter mit ausreichend Milch versorgen muss, bekommt sie gerade die doppelte Portion an Fisch wie üblich. 16 Kilogramm verdrückt sie davon täglich. Die Milch ist mit 40 Prozent enorm fetthaltig.

Gefüttert werden die Delfine mit Makrelen, Heringen, Sprotten, Wittlingen und Tintenfischen.
(Quelle und Link zum Interview mit Roland Edler: rp-online.de)

Delfin-Experte auf den Azoren

Roland kümmert sich nicht nur um Delfine, die in menschlicher Obhut leben. Als Delfin-Experte begleitet er Jugendliche im Rahmen des „Master-MINT-Projekts“ auf die Azoren und informiert sie dort über die Anatomie und die Verhaltensweisen verschiedener Delfin- und Walarten.

Von Roland stammen hier auf der Website außerdem viele herausragende Fotos von freilebenden Walen und Delfinen.

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