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Isländer machen wieder Jagd auf Wale


Die isländische Walfangflotte ist ausgelaufen, um Jagd auf Finn- und Zwergwale zu machen. Die ersten beiden Finnwale wurden bereits getötet.

Walfangschiffe in Island
(Foto: Oliver Schmid)

Loftsson schert sich nicht um das Leid der Tiere

Der 83-jährige Millionär Kristján Loftsson ist der einzige Unternehmer in Island, der den Walfang betreibt. Dabei scheint es ihm egal zu sein, dass und wie lange die Wale leiden müssen, bis der Tod eintritt.

Explosivharpunen

Der IFAW (International Fund for Animal Welfare) schreibt dazu: „Nach einer erschöpfenden Verfolgung werden sie mit Explosivharpunen beschossen. Offizielle Studien haben belegt, dass es in einzelnen Fällen bis zu zwei Stunden dauern kann, bis ein Wal stirbt. Zudem wurden Fälle dokumentiert, in denen schwer verletzte Tiere entkommen konnten.“

Island will in die EU

Im Land gibt es politische Spannungen, weil Island in die EU aufgenommen werden will. Die Europäische Union lehnt den kommerziellen Walfang aber strikt ab.

Offenbar soll im Herbst in Island ein Gesetzentwurf zum Verbot des Walfangs eingebracht werden.

2009 wurde Walfang wieder aufgenommen

Seit Island vor 17 Jahren den Walfang wieder aufgenommen hat, wurden – laut IFAW – 1.017 Finnwale getötet. 2023 wurden lediglich 24 Tiere erlegt, 2021 war es nur ein Tier. In den letzten beiden Jahren wurde der Walfang ausgesetzt.

Der Walfang in Island findet immer zwischen Juni und Mitte September statt.

Ein Teil des Fleisches wird nach Japan exportiert. Im eigenen Land wird nur noch wenig Walfleisch verzehrt.

Die aktuellen Walfang-Lizenzen werden in einem Fünfjahresrhythmus verteilt. Es wird eine jährliche Tötung von bis zu 150 Finnwalen und 168 Zwergwalen pro Jahr erlaubt.
(Quellen: IFAW, ntv und derstandard.at)

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* Wal-Beobachtung in Island

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