Im Indischen Ozean entdeckten Forscher einen gigantischen Wal-Friedhof.
Fossilien in 7.000 Metern
In 7.000 Metern Tiefe stieß vor drei Jahren ein chinesisches Tauchboot im Südosten des Indischen Ozeans auf Überreste von Walen. Wal-Fossilien waren nie zuvor in einer so großen Tiefe gefunden worden.
Es folgten 32 weitere Tauchgänge. Erst dann wurde das Ausmaß des gigantischen Wal-Friedhofs deutlich.
Die Überreste wurden in der Diamantina-Bruchzone (grob 1.000 Kilometer westlich der australischen Stadt Perth) über eine Länge von 1.200 Kilometern in einer Tiefe zwischen 4.200 und 7.000 Metern entdeckt. Es wurden bis zu 760 Individuen auf einen Quadratkilometer gezählt.
Bis zu 5,3 Millionen Jahre alt
Die Fossilien dieser sogenannten Walstürze sollen teils bis zu 5,3 Millionen Jahre alt sein.
Die Forscher sahen in diesem Areal auch Quallen, Schlangensterne, Muscheln und Bartwürmer, die auf die Besiedlung von Skeletten auf dem Meeresgrund spezialisiert sind.
Vor allem Fossilien von Schnabelwalen wurden gefunden
Manche Skelette konnten sogar bestimmten Arten zugewiesen werden – wie zum Beispiel Südlicher Zwergwal, Andrew-Schnabelwal und Layard-Wal. Andere Arten sind schon längst ausgestorben. Dazu gehören Vertreter bestimmter Schnabelwal-Gruppen.
Schnabelwale sind Tiefseetaucher
Dass so viele Schnabelwal-Arten gefunden wurden, könnte laut den Forschenden daran liegen, dass diese Zahnwale Tiefseetaucher sind und daher größere Risiken eingehen als Flachtaucher. „Jagen in Tiefen über 3.000 Metern wäre für Schnabelwale körperlich herausfordernd und kann das Risiko für tödliche Erschöpfung oder die Dekompressionskrankheit steigern“, erläutert das Forschungsteam.
Außerdem weisen Schnabelwale eine hohe Knochendichte auf. Das bedeutet, dass ihre Skelette sehr langsam zersetzt werden. Eine Eisen-Mangan-Oxid-Schicht überzieht die Fossilien und macht diese lange haltbar.
(Quellen: Augsburger Allgemeine vom 20. Juni 2026 und welt.de)
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