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Pro Jahr werden in Peru 17.000 Delfine getötet


Durch Undercover-Ermittlungen wurden in Peru brutale Vorgehen der Fischer aufgedeckt. Laut der Schweizer Meeresschutzorganisation OceanCare werden an der peruanischen Küste jährlich 17.000 Delfine getötet. Sie werden harpuniert oder enden als Beifang in Fischernetzen. Ihr Fleisch wird als Haiköder verwendet.

Toter Delfin in Netz, LWL Münster  (Foto: Rüdiger Hengl)

Toter Delfin in Netz, LWL Münster
(Foto: Rüdiger Hengl)

Dies sind die Erkenntnisse einer wissenschaftlichen Studie, die in der International Whaling Commission publiziert worden ist. Die Praxis, Delfine zu töten, ist offenbar – trotz Verbotes – üblich in Peru.

Fischer sollen sensibilisiert werden

OceanCare unterstützt die Partnerorganisation Mundo Azul in Peru, um dem sinnlosen Leiden der Delfine ein Ende zu setzen. Dabei fokussiert die Meeresschutzorganisation auf die Sensibilisierung der Fischer und fördert deren Umdenken: „Nur wenn die Fischer die Tierqualen nachvollziehen können und erfahren, wie sie auch ohne Delfinfleisch nachhaltig fischen können, werden sie ihr Verhalten ändern. Wir haben mit Umweltbildung bei Fischern in Griechenland bereits sehr positive Erfahrungen gemacht“, so Sigrid Lüber, Präsidentin von OceanCare.

Des Weiteren verlangt OceanCare, dass härtere Gefängnisstrafen verhängt, der Besitz von Harpunen verboten und Gesetze auf nationaler Ebene strikt durchgesetzt werden. OceanCare hat sich mit diesen und weiteren Forderungen gemeinsam mit 33 NGOs an Perus Präsidenten Humala gewandt. Des Weiteren verlangt OceanCare bei der peruanischen Botschaft in Bern ein Gespräch.

Mehr zu den Delfintötungen in Peru auf der Websiete von OceanCare.

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