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Delfine und der Abfall im Meer


Auch wenn Australien am anderen Ende der Welt liegt, berichte ich immer wieder gerne über eine dort lebende ortsansässige Delfin-Gruppe.

Bella mit Angelschnur (Foto: Marianna Boorman)

Bella mit Angelschnur
(Foto: Marianna Boorman)

Die etwa 40 Großen Tümmler sind relativ gut erforscht, denn sie halten sich in unmittelbarer Nähe der Menschen auf.

Sehen kann man sie in der Port-River-Mündung in der Nähe der südaustralischen Hauptstadt Adelaide.

Ich habe bereits früher über die Delfine von Port River berichtet. Ihr findet einen der Beiträge unter Marianna und die Delfine.

Die Delfine sind fotografisch erfasst

Marianna Boorman beobachtet die Delfine, so oft sie kann. Doch sie erfreut sich nicht nur an den übermütigen Sprüngen der Meeressäuger oder über jedes neue Kalb, das geboren wird, sondern sie fotografiert auch die einzelnen Individuen.

So ist mittlerweile ein stattliches Archiv entstanden, in dem jeder Delfin an Merkmalen (vor allem an der Rückenflosse, die sozusagen der „Fingerabdruck“ eines Delfins ist) wiedererkannt werden kann.

Sorgen macht sich Marianna über den Müll im Port River. In ihrem Tagebuch berichtet sie im Februar über einen Delfin, der durch eine Angelschnur nun schon eine ganze Weile lang beim Schwimmen beeinträchtigt wird.

Bella wird durch Angelschnur am Schwimmen behindert

Es geht um Bella, der sich in einer Angelschnur verheddert hat. Helfer wollten das Tier von seiner Pein befreien, ohne es einzufangen, doch leider ist das bisher nicht gelungen. Die Schnur sitzt zu fest an der Fluke (Schwanzflosse) von Bella.

Wie mir Marianna mitgeteilt hat, war anfangs nicht bekannt, ob es sich bei Bella um ein weibliches oder ein männliches Tier handelte. Doch nun hat Marianna Gewissheit bekommen. Auf einer ihrer Aufnahmen, die sie von dem auf dem Rücken liegenden Delfin machen konnte, stellte sie fest, dass es sich um einen Delfin-Bullen handelt.

In weniger als einem Jahr ist dies nun schon der vierte Vorfall, bei dem ein Großer Tümmler durch eine Angelschnur malträtiert wird. In den anderen drei Fällen konnten sich die Delfine zum Glück immer selbst von der Schnur befreien, doch bei Bella sieht es ernster aus.

Immer wieder schlägt Bella mit der Fluke, um die lästige Schnur loszuwerden. Marianna appelliert an alle Angler, ihr Angelgerät ordnungsgemäß einzuholen, damit keine weiteren Unfälle passieren.

Oriana mit Plastiktüte über dem Blasloch (Foto: Marianna Boorman)

Oriana mit Plastiktüte über dem Blasloch
(Foto: Marianna Boorman)

Brenzlige Situation für Oriana

Marianna beobachtete außerdem, wie sich eine Plastiktüte über das Blasloch eines Delfins (Oriana) stülpte. Zum Glück löste sich die Tüte gleich wieder.

Marianna mahnt jedoch, dass Plastiktüten das Leben der Meeresbewohner gefährden können. Mehr dazu erfahrt ich bei den MEERESAKRBOATEN unter Bedrohungen.

Marianna und ihre Kollegen sehen auch immer mal wieder Delfine mit großen Wunden. Die Delfin-Beobachter sind dann immer einigermaßen beruhigt, wenn sich die Delfine trotz der Verletzung weitgehend normal verhalten und offenbar keine Hilfe benötigen.

Was Marianna im Februar noch so alles mit „ihren“ Delfinen erlebt hat, erfahrt ihr in ihrem Tagebuch.
(Quelle: Dolphin Dock)

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