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Orcas werden unfruchtbar


Orcas sind nicht gleich Orcas. Es gibt die ganz großen (bis neun Meter lang), zu deren Beute u.a. kleinere Wale gehören.

Orca und Fischerboote
(Foto: Rüdiger Hengl)

Ein anderer Ökotyp (ca. sechs Meter lang) ernährt sich dagegen fast nur von Robben und eine dritte Gruppe ausschließlich von Fischen.

PCB reichert sich langfristig in Nahrungskette an

Doch allen Spezies wird die Verschmutzung der Ozeane immer mehr zum Verhängnis. Besonders das langlebige Umweltgift PCB (Polychlorierte Biphenyle) macht ihnen zunehmend zu schaffen. Hitze, Säure und Wasser können den PCB nichts anhaben, der Giftcocktail reichert sich langfristig in der Nahrungskette an.

Weichmacher verursachen Unfruchtbarkeit

Seit Ende der 1980er-Jahre sind die auch als Weichmacher bekannten Stoffe in Deutschland verboten. Sie wurden vor allem in Lacken, Dichtungsmassen und Kunststoffen verwendet.

2004 wurden sie weltweit von 120 Ländern aus dem Handel genommen.

Doch die Gifte treiben weiterhin ihr Unwesen im Meer. Gelangen sie einmal dorthin, bleiben sie viele Jahrzehnte und eventuell auch viele Jahrhunderte. Im Fettgewebe der Orcas wurden schon Konzentrationen von bis zu 1.300 Milligramm pro Kilogramm gefunden. Werte von 50 Milligramm pro Kilogramm können bereits die Fortpflanzung der Tiere verhindern und deren Immunsystem stören.

Seit 25 Jahren kein einziges Jungtier mehr

Jean-Pierre Desforges von der dänischen Universität Aarhus und sein Team werteten die PCB-Werte von 351 Schwertwalen aus. Sie kamen zu dem Ergebnis, dass besonders Orcas, die in der Nähe von Industriegebieten leben, möglicherweise irgendwann keine Jungtiere mehr zur Welt bringen werden. Sie sind nämlich besonders hoch mit den Umweltgiften belastet.

Auch Alisa Hall von der schottischen Universität St. Andrews stellte fest, dass in belasteten Gebieten nur noch selten neugeborene Orcas gesehen werden.

In den letzten 25 Jahren wurde kein einziges Orca-Kalb gesichtet, berichten Naturschützer des Hebridean Whale and Dolphin Trust. Die Orca-Gruppe besteht aus gerade mal acht Tieren.

An den Polen wieder mehr Orcas

Es wird befürchtet, dass in den nächsten 30 bis 40 Jahren ganze Orca-Populationen zusammenbrechen könnten. In weniger belasteten Gebieten – wie in der Arktis und Antarktis – dagegen wird mit einer Zunahme der Orcas gerechnet.
(Quellen: www.br.de, www.wienerzeitung.at, Hannoversche Allgemeine und www.bbc.com)

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