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Delfintraining für Pferde


Delfintraining für Pferde: Das klingt – zugegebenermaßen – etwas eigenartig.

Pferd ohne Zaumzeug
(Foto: Rüdiger Hengl)

Dazu muss man wissen, dass verschiedene Trainingsarten, die in der Delfinhaltung erfolgreich waren, auf andere Tierhaltungen übertragen wurden. Man denke nur an das Klicker- oder das medizinische Training. Bei beiden wird mit positiver Verstärkung gearbeitet.

Auch der Schweizer Pferdetrainer Reto Gfeller hält große Stücke auf die positive Verstärkung. Er kommt ohne Sattel, Zaumzeug, Halsring und Peitsche aus.

Bei Delfinen muss man gänzlich auf Druckmittel verzichten

Fragt man ihn, was Delfine mit Pferden zu tun haben, so zitiert er Rolf Knie sen. Dieser sagte ihm, dass jeder Pferdetrainer zuvor erfolgreich mit Delfinen gearbeitet haben sollte.

Beim Umgang mit Delfinen müsse man nämlich lernen, gänzlich auf Druckmittel zu verzichten. Nur wenn man die Kooperationsbereitschaft der Tiere gewinne, würde das Training gelingen. Reto Gfeller hat diesen Gedanken beim Pferdetraining umgesetzt.

Oft wird der Wille der Pferde gebrochen

Laut Gfeller versucht man bei Pferden leider viel zu oft, deren eigenen Willen zu brechen. Man greift dabei zu mechanischen Druckmitteln.

Dem Schweizer Pferdekenner missfällt es, dass man zwar mittlerweile bei vielen Tieren über positive Verstärkung zum Ziel gelangt, dass diese jedoch bei Pferden viel zu wenig eingesetzt wird.

Gfeller plädiert deshalb dafür, das Pferd beim Training viel mehr selbst bestimmen zu lassen. So lerne es viel schneller und habe dabei sogar Spaß – der sich auf den Reiter überträgt.

Eine Aufgabe endet immer mit etwas Positivem: Streicheln, Kraulen, Futterlob. Mehr zu Gfellers gewaltfreiem Training unter delfin-horsetraining.ch.
(Quelle: tierwelt.ch)

Lesetipps

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Ein Kommentar

  1. Ich denke, das gilt nicht nur für Delfine und Pferde, sondern wohl für so ziemlich jedes „höhere Säugetier“ einschließlich des Menschen. Das kennt wohl jeder von uns aus eigener Erfahrung: wenn man vor Prüfungen zu viel Druck aufbaut, kann man am Ende gar nichts mehr. Mit Optimismus und kleinen (Selbst-)Belohnungen kann man sich und andere viel besser motivieren

    geschrieben von Oliver

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