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10 Jahre nach Deepwater Horizon


Vor über zehn Jahren (am 20. April 2010) kam es auf der BP-Ölbohrplattform Deepwater Horizon zu einer Explosion. 800 Millionen Tonnen Rohöl strömten in den Golf von Mexiko.

Die Delfine werden anhand der Rückenflossen erkannt.
(Photo by Sarasota Dolphin Research Program, taken under National Marine Fisheries Service Scientific Research Permit)

Unmittelbar nach der Katastrophe starben ca. 1.000 Delfine. Sie hatten Giftstoffe aus dem Öl aufgenommen.

Lage hat sich nicht entspannt

Wie man auf National Geographic lesen kann, hat sich die Lage für viele Meerestiere bis heute nicht entspannt. Vor allem um die Delfine ist es schlecht bestellt. So wie Forscher herausgefunden haben, sind viele Delfine krank. Cynthia Smith, eine Tierärztin der National Marine Mammal Foundation, stellte bei Delfinen u.a. vermehrt Herz- und Lungenkrankheiten fest.

In der Barataria Bay/Louisina waren seit 2010 nur 20 Prozent der Delfin-Schwangerschaften erfolgreich. In Regionen, die von der Ölpest nicht betroffen waren, sind es über 80 Prozent.

Auch bei Reinigungskräften und Angestellten der Küstenwache, die 2010 mit dem Öl in Kontakt gekommen waren, traten vermehrt Beeinträchtigungen der Herz- und Lungenfunktion auf.

Delfine werden belauscht

Da man die Delfine im Golf von Mexiko kaum zu sehen bekommt, versuchen Forscher über Unterwassermikrofone herauszufinden, welche Arten aktiv und welche kaum zu hören sind.

Kaum akustische Daten gibt es laut Kaitlin Frasier (Projektwissenschaftlerin am Scripps Institution of Oceanography der University of California, San Diego) von den Schlankdelfinen. Vor zehn Jahren war diese Delfinart offenbar noch stark vertreten. Die Meeressäuger wurden von manchen als Ratten bezeichnet, weil sie den gesamten Golf bevölkert haben.

Zu hören sind nach wie vor Rundkopfdelfine und Kleine Pottwale.

Anwachsender Fischbestand

Eine regelrechte Bestandexplosion gab es offenbar bei einigen Fischarten nach der Katastrophe. Da viele fischfressende Vögel verendet waren, fielen diese als Jäger weg. Daher konnten sich die Fische ausbreiten.
(Quelle: National Geographic)

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