Newsletter 4/2020


Es gibt noch keine Entwarnung, was die Ausbreitung des Corona-Virus betrifft. In ganz kleinen Schritten soll das öffentliche Leben jedoch wieder hochgefahren werden.

Was man in dieser für viele entbehrungsreichen Zeit jedoch täglich tun kann, sollte man bei dem prächtigen Frühlingswetter auch unternehmen: hinaus an die frische Luft gehen und die aufblühende Natur genießen.

Gemeiner Delfin in Gibraltar
(Foto: Rüdiger Hengl)

Manchmal wird ein Spaziergang mit einer außergewöhnlichen Begegnung belohnt …

Einzelgänger und Patienten

In der Eckernförder Bucht zum Beispiel kann man – mit etwas Glück – einen Gemeinen Delfin beobachten, der sich seit ein paar Tagen dort aufhält. Einzelne Delfine werden immer wieder in der Ostsee beobachtet, obwohl der Salzgehalt dort geringer ist als in der Nordsee und evtl. die Haut der Tiere schädigen kann. Doch ein vorübergehender Besuch wird den Neuankömmling in der Eckernförder Bucht wahrscheinlich nicht gesundheitlich gefährden.

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Auch im Hafenbecken von Triest und in Cagliari (beides Italien) kann man Delfine ganz nah am Ufer sehen. Offenbar trauen sie sich bei dem derzeit eingeschränkten Bootsverkehr näher an die Küste.

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Immer wieder berichte ich gerne über die Rettungsaktionen von Aquarien und Delfinarien. Im Dezember hat das Clearwater Marine Aquarium in Florida Rudolph aufgenommen. Das ist ein Rauzahndelfin, der im Golf von Mexiko gefunden wurde. Ihm ging es sehr schlecht. Mittlerweile hat man mit Tests herausgefunden, dass Rudolph entweder schwerhörig oder taub ist. Mit dieser Beeinträchtigung kann er leider nicht ins offene Meer zurückgebracht werden, da ein einwandfrei funktionierendes Gehör in der Natur überlebensnotwendig ist. Doch auf Artgenossen braucht er nicht zu verzichten. Wo Rudolph in Zukunft leben soll, erfährst du im Artikel.

Günther Behrmann am Pottwalskelett im Besucherzentrum Wattenmeer
(Foto: Rüdiger Hengl)

Anatomie

Riesig habe ich mich darüber gefreut, dass mir der Wal-Experte Günther Behrmann seine Forschungen zum Seitenlinienorgan der Schweinswale exklusiv zur Veröffentlichung überlassen hat. Seitenlinienorgane waren bisher nur bei Fischen und Lurchen nachgewiesen.

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Zugegeben der Artikel Parasiten im Darm von Delfinen wird dem einen oder anderen etwas den Appetit verderben, aber er sollte trotzdem als kleine Warnung dienen, rohen Fisch nicht allzu unbefangen zu verzehren.

Jagd auf Wale

In Norwegen hat Anfang April die Jagd auf Zwergwale begonnen. Leider halten die Norweger daran fest, sich dieser „Naturressourcen“ zu bedienen, obwohl die Nachfrage nach Walfleisch im Land abnimmt. Ein großer Teil des Fleisches wird nach Japan exportiert.

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Deutschland gehörte in den 1930er-Jahren zu den größten Walfangnationen. Aus dem getöteten Tier wurde damals u.a. Margarine hergestellt.

Orca
(Foto: Roland Edler)

Unter Schutz stehen künftig die wandernden Orcas im Ochotskischen Meer. Sie sollen auf die Russische Rote Liste gesetzt werden.

WALrosse

Der kleine Delfin FINN klärt auf seiner Kinderseite darüber auf, ob WALrosse zu den Walen gehören.

Weitere News findest du unter Aktuelles.

Bis zum Mai wünsche ich dir eine gute und vor allem gesunde Zeit!

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