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Das Wal-Schlachten geht weiter


Das war leider kein Aprilscherz: Am 1. 4. starteten norwegische Walfänger in die neue Jagdsaison. 1.278 Zwergwale (auch Minkwale genannt) dürfen sie töten. Und dies trotz geringer Nachfragen nach Walfleisch.

Getöteter Zwergwal in Norwegen (Foto: Michael Jürgens)

Langer Todeskampf

20 Prozent der von Explosivharpunen getroffenen Tiere erleiden einen mehrere Minuten dauernden Todeskampf.

„Wir brauchen mehr Wale in den Weltmeeren, nicht noch weniger. Allein im 20 Jahrhundert wurden mehr als 3 Millionen Großwale durch den industriellen Walfang ausgelöscht. Heute sind sie zahlreichen menschgemachten Gefahren wie Beifang, Schiffskollisionen und Umweltverschmutzung ausgesetzt. Wir müssen an einem internationalen Schutzplan für alle Wal- und Delfinarten arbeiten. Norwegen sollte sich diesen Schutzbemühungen anschließen und die Harpunen endlich in ein Museum hängen“, sagt Astrid Fuchs von der WDC.
(Quelle und weitere Informationen: WDC)

Wochen- und monatelanges Sterben

Auch der Tiermediziner und Walexperte Jan Herrmann gab anlässlich der Schweinswaltage 2019 in seinem Vortrag „Walfang – Hintergründe und Einordnungen im Tier- und Artenschutz“ zu bedenken, dass die Walarten heutzutage weniger durch die Bejagung gefährdet sind als durch die Industriefischerei, Ölverschmutzung, Plastik, Gifte, Zusammenstöße mit Schiffen sowie andere menschengemachte Einflüsse.

Verletzt durch Fischereigerät müssten die Meeressäuger oft ein wochen- und manchmal sogar ein monatelanges Sterben erleiden, erfuhren wir vom Referenten.

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