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Mit Sand gegen Orca-Angriffe


Auf yacht.de habe ich einen interessanten Artikel zum Thema „Orca-Attacken auf Segelboote“ entdeckt.

Orca in Vancouver Island/ Mai 2022
(Foto: Katharina Böttcher)

Morten Strauch schreibt über ein schwedisches Paar, das sich mit Sand aus der Misere geholfen hat.

Seit 2020 unliebsame Begegnungen mit Orcas

Seit über zwei Jahren kommt es für Bootsfahrer in den Gewässern von Spanien und Portugal immer wieder zu unliebsamen Begegnungen mit den großen Delfinen. Sie zielen darauf ab, hauptsächlich Ruder, aber auch Kiele zu beschädigen.

Erst neulich brachten Schwertwale (wie Orcas auch genannt werden) ein Boot zum Kentern.

Die angreifenden Schwertwale gehören ein und derselben Familie an und bewegen sich – je nach Jahreszeit und Aufenthalt des Thunfisches, auf den sie Jagd machen – von Gibraltar, westlich entlang der Algarve weiter hinauf nach Galicien in Nordspanien.

50 Prozent der Boote werden beschädigt

Alle Interaktionen mit Orcas müssen den Behörden gemeldet werden.

Laut Statistik werden 50 Prozent der angegriffenen Boote beschädigt. Meist müssen sie in den Hafen geschleppt und in einer Werft repariert werden.

Für viele Segler wird ein Angriff durch Orcas zum Albtraum, der nicht selten Verzögerungen und Kosten verursacht. Bis heute wurden mehrere hundert Segelboote angegriffen, seit der erste Bericht im Mai 2020 einging.

Lokale Fischer rieten zu Sand

Die beiden Skipper aus Schweden ließen sich während ihrer Tour an der portugiesischen Küste entlang von lokalen Fischern beraten.

Diese gaben den Tipp, immer Sand griffbereit zu haben, mit denen man die Orcas vertreiben könne. Offenbar meiden die Tiere instinktiv sandiges Wasser, um ihre Atemlöcher zu schützen.

Sand vertrieb die Orcas

Als Ende Oktober in den Morgenstunden eine kleine Gruppe Orcas auftauchte und sich am Bootsruder der schwedischen Jacht zu schaffen machte, startete der Kapitän zunächst den Motor.

Auf diese Weise wollte er die Meeressäuger einschüchtern. Doch als dies misslang, streute er den feinen Sand über das Ruder ins Wasser. Die Orcas ließen sofort das Boot in Ruhe und verschwanden.

Auch Pyrotechnik kommt zum Einsatz

Ich halte diese Maßnahme allemal für optimaler als Pyrotechnik, Harpunen und Schusswaffen, die offenbar einige Crews zur Vertreibung der Orcas einsetzen.

Bei einer Inspektion in Lissabon konnte übrigens kein Schaden an der Jacht der Schweden festgestellt werden.
(Quelle: yacht.de und Projekt Sunshine)

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