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Erneut schwimmt ein Buckelwal Richtung Ostsee


Erneut ist ein kranker Buckelwal unterwegs und steuert auf die Ostsee zu.

Schwanzflosse (Fluke) eines Buckelwals
(Symbolfoto: Roland Edler)

Das salzarme Meer gehört absolut nicht zum natürlichen Habitat von Buckelwalen. Außerdem ist die Ostsee viel zu flach.

Lädierte Haut

Ähnlich wie bei Timmy (Hope) ist auch bei dem von manchen Hartwin genannten Meeressäuger die Haut sehr lädiert. Außerdem hält sich der Buckelwal lange Zeit an der Wasseroberfläche auf. Auch das ist kein gutes Zeichen.

Buckelwal wird seit einem halben Jahr beobachtet

Offenbar wird der Wal bereits seit einem halben Jahr an verschiedenen Stellen gesichtet. Er schwamm an den Küsten von England, den Niederlanden und nun von Dänemark.

Der dänische Meeresbiologe Heiko Buch-Illing, Leiter des Wissens- und Forschungszentrums Fjord&Bælt in Kerteminde, macht die wachsende Buckelwal-Population dafür verantwortlich, dass nun öfter große Meeressäuger Richtung Ostsee abbiegen.

„Da gibt’s keine Chance. Er wird sterben.“

Seine traurige Prognose zu Hartwin lautet: „Da gibt’s keine Chance. Er wird sterben.“ Er würde entweder in tieferem Wasser ertrinken oder in den kommenden Wochen stranden.

Der Meeresbiologe betont, dass man in Dänemark nicht in das Schicksal des Buckelwals eingreifen wird. Bei einer Strandung würde man das Tier in Ruhe sterben lassen. Es müsse vor zusätzlichem Stress geschützt werden.

In Dänemark gilt die klare Anweisung, sich einem gestrandeten Groß-Wal nicht zu nähern.

Kein romantisches Ende

Bis jetzt hat man in Deutschland noch keinen Plan, wie man mit verirrten Walen umgeht. Gut gemeinte, aber nicht zum Erfolg führende „Rettungsmaßnahmen“ sind laut der Wildtierärztin Dr. Kerstin Alexandra Dörnath nicht im Sinne eines kranken Wales. Wir sollten solche Vorfälle nicht romantisieren und verklären, meint sie. Ein massiv geschwächter Wal schwimme nun mal nicht – disney-like – fröhlich in den Sonnenuntergang.
(Quellen: mdrAKTUELL und Timmy 2.0: Auch Buckelwal Hartwin wird sterben)

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