Seit gestern herrscht die traurige Gewissheit, dass der Buckelwal Hope (Timmy) verendet ist. Er strandete tot vor der dänischen Insel Anholt.
Wurde der Wal tierschutzkonform behandelt?
Doch das Kapitel um den Wal ist immer noch nicht beendet. Sichtweisen der privaten Rettungsinitiative stehen gegen die Sichtweisen der Schiffscrew. Es wird darüber gestritten, ob mit dem Tier tierschutzkonform umgegangen wurde.
In Timmys Schicksal schlägt bis heute hohe Wellen werden einige Aussagen der Initiatorin Karin Walter-Mommert denjenigen der Anwälte der Reederei gegenübergestellt.
Walologen im Internet
Nicht nur Experten und Anwälte tauschen Aussagen und Meinungen aus, sondern mittlerweile scheint das gesamte Internet nur so von „Walologen“ zu wimmeln.
Doch es werden auch Stimmen laut, die beanstanden, dass so viel Aufsehen um einen Wal gemacht wird, wo doch jede Menge anderer Tiere qualvoll sterben müssen. Ob das Experiment Buckelwal zumindest kurzzeitig geglückt ist, wird wahrscheinlich immer eine Einstellungssache bleiben.
Das Finnwalskelett im Chor des modernisierten MEERESMUSEUMs
(Foto: Anke Neumeister/Deutsches Meeresmuseum)
Wale stranden immer wieder außerhalb ihres Heimatgebiets
*** Dass große Wale schon immer an der Ostseeküste gestrandet sind, zeigen Wal-Darstellungen wie zum Beispiel in verschiedenen Greifswalder Kirchen. Im Meeresmuseum in Stralsund kann man das Skelett eines vor 200 Jahren vor Rügen gestrandeten Finnwals anschauen.
*** „Out-of-Habitat“-Fälle bei Meeressäugern gibt es weltweit. In einer Studie werden 42 verschiedene Wal- und Robbenarten aufgeführt, die außerhalb ihres natürlichen Verbreitungsgebiets vorkommen oder sich in ihrer Heimat unter ungünstigen Bedingungen befinden.
Wale schreien gegen Lärm an
Bei 60.000 Schiffen, die jährlich die Straße von Gibraltar – eine schmale Meerenge zwischen Atlantik und Mittelmeer – passieren, sind die Grindwale Lärmpegeln zwischen 79 und 144 Dezibel ausgesetzt. Bei starkem Schiffslärm hören die Wale, die sich in tiefer Frequenz miteinander unterhalten, kurzzeitig auf zu kommunizieren. Sie warten, bis das Schiff sich wieder entfernt, und beginnen dann erneut zu rufen. Kommunizieren die Wale bei großem Schiffslärm in höherer Frequenz, erhöht sich auch die Lautstärke ihrer Rufe.
Jagd auf Wale
Nicht allen Menschen liegen Wale am Herzen, das zeigen die Fangaktivitäten in Norwegen, Island und Japan.
Gewicht-Ermittlung ohne Waage
In Wie wird Wal-Gewicht ermittelt? klären die Meeresakrobaten darüber auf, wie Forscher an Daten von lebenden Tieren gelangen.
Aquarium verhält sich widersprüchlich
Befremdlich ist, dass ein Münchner Aquarium für die Befreiungsaktion von Little Grey und Little White (zwei früher in Shanghai gehaltenen Belugas) Werbung macht, selbst aber Haie und andere Meerestiere in Behältern unterbringt.
Orcas aus Antibes sollen nach Teneriffa kommen
Das französische Ministerium hat nun die Verlegung der beiden Orcas Wikie und Keijo aus dem geschlossenen Marineland in Antibes in den Loro Parque auf Teneriffa genehmigt.
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