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Was so schön begann, ist schon wieder vorbei


Der Duisburger Zoo teilt mit, dass das kleine vor einer Woche geborene Delfin-Mädchen gestern Nachmittag gestorben ist. Es hatte plötzlich aufgehört zu atmen.

Delfin in den Wolken (Foto: Daniel Bockshecker)

Delfin in den Wolken (Foto: Daniel Bockshecker)

Der Zoo schreibt auf Facebook: „Seit seiner Geburt vor einer Woche deutete absolut nichts auf eine Erkrankung hin. Im Gegenteil, das kleine Mädchen, welches bei seiner Geburt 18,2 kg wog, hatte innerhalb einer Woche bereits 3,2 kg zugenommen. Atem- und Säugeverhalten waren ohne Auffälligkeiten und auch die erfahrene Mutter PEPINA verhielt sich vorbildlich.“

„Jeden Tag erfreuten sich die Mitarbeiter an der tollen Entwicklung. Am Sonntagmittag verlief alles binnen Sekunden. Das Jungtier kam plötzlich schnellatmend zur Wasseroberfläche und verstarb unmittelbar. Eine sofortige Wiederbelebung und Behandlung durch Tierpfleger und Tierärztin vor Ort blieben erfolglos.“

„Die Tatsache, dass auch im Freiland aufgrund des fehlenden Immunitätsstatus neugeborener Delfine eine dramatisch hohe Jungtiersterblichkeit als populationsregulierender Faktor gegeben ist, stellt für den Zoo keinen Trost dar, zumal die Zoomitarbeiter nun wieder befürchten müssen, sich gegenüber haltlosen Anschuldigungen selbsternannter Delfinschützer behaupten zu müssen. Nach fünf erfolgreichen Delfinaufzuchten der letzten Jahre stellt dieser Todesfall seit langem mal wieder ein trauriges Ereignis im Delfinarium dar.“

Auch die Trauer bei den Meeresakrobaten ist groß

Die Meeresakrobaten bitten alle Delfinariengegner, sich mit polemischen und besserwisserischen Kommentaren zurückzuhalten. Die Gedanken der Meeresakrobaten sind ganz bei den Tierpflegern und Tierärzten des Duisburger Zoos, die alles gegeben haben, um dem Delfin-Baby beim Start ins Leben zu unterstützen. Außerdem gilt die Trauer selbstverständlich auch Pepina, die ihr Neugeborenes verloren hat.

Nachtrag vom 24. September 2015

Die Obduktionsergebnisse des am 23. August 2015 verstorbenen Delfinjungtiers von PEPINA weisen auf ein akutes Herz-Kreislaufversagen hin. Der ursprüngliche Verdacht auf Lungenentzündung hat sich nicht bestätigt.
Mehr dazu auf der Website des Duisburger Delfinariums, das seine Besucher umfassend über die dort gehaltenen Großen Tümmler informiert.

Nachtrag vom 26. August 2015

Laut Zoo Duisburg wird als Todesursache eine Lungenentzündung angenommen. „Genauere Ergebnisse werden weitere Studien mit bakteriologischen und viralen Untersuchungen liefern, welche mehr Zeit benötigen und in den nächsten Wochen abgeschlossen sein werden“, kann man dazu auf der Website des Zoos lesen. Dort entkräftet der Zoo auch haltlose Anschuldigungen altbekannter Delfinariumsgegner, die in wilde Spekulationen über den Tod des kleinen Delfins verfallen sind.

Zur Delfinsterblichkeit in freier Wildbahn

* Herbe Verluste bei den Port-River-Delfinen
* 3 tote Delfin-Babys in 3 Jahren
* Eine Delfin-Mutter trauert um ihr Baby

3 Kommentare

  1. Oh je – das arme Delfinbaby…
    Jetzt bin ich traurig und muss weinen :-(

    geschrieben von Oliver
  2. Über eine „einstweilige Verfügung“ wird per Definition innerhalb von wenigen Stunden entschieden; wenn nicht, ist/wurde sie abgelehnt.
    Kann ja sein, dass da jemand, eine einstweilige Verfügung *beantragt* hat – dass heisst aber noch lange nicht, dass diesem Antrag stattgegeben wurde. Das ist genauso mit den zahllosen Anzeigen, bei denen das Verfahren fast ausnahmlos als unbegründet und/oder substanzlos eingestellt wurde.

    Und wo ein Steuerberater (ohne jeden Beleg!) „unerträglichen Lärm“ im Aufzuchtbereich des Delfinariums (den er nachweislich nie betreten hat!) festgestellt haben möchte, bleibt wohl genauso sein Geheimnis, wie der Verbleib der vereinnahmten Spendengelder seiner Organisation.
    Diese völlig halt- und substanzlosen Unterstellungen und Anschuldigungen dienen offensichtlich nur dazu, sich wichtig zu machen und um „im Gespräch“ zu bleiben.

    Demgegenüber stehen Cortisolmessungen sowohl bei der Kuh, wie beim Kalb, die keinerlei Auffälligkeiten aufwiesen, sondern stets auf eine ruhige und harmonische Umgebung hingewiesen haben. Dafür spricht auch das einwandfreie Trinkverhalten des Kalbes und die kontinuierliche Gewichtszunahme.

    Die Obduktionsergebnisse und auch die Videoaufnahmen der letzten Stunden und Minuten werden die Tierpfleger sicherlich noch eine Weile beschäftigen (und ganz sicher ein Thema auf der anstehenden EAAM-Tagung im kommenden Frühjahr sein).
    Dass ein Delfinkalb ohne jede Vorwarnung von einem Atemzug auf den nächsten erstickt, ist meines Wissens so noch nicht vorgekommen – und schon gar nicht bei rund-um-die Uhr-Überwachung im „Babybecken“.

    Mein herzliches Beileid an alle Beteiligten.

    geschrieben von Norbert
  3. Das ist tieftraurig. Und schon wieder kommt der Hagener “Alleswisser” und stellt angesichts der Ferrari-Ausstellung am Sonntag im Zoo Duisburg die Frage “”Hat der unerträgliche Lärm zum Tod des Delfinbabys beigetragen?”

    Anstatt zu trauern, scheint ihm aber nur eines wichtig. Der Streit mit dem Zoo. “Der Streit zwischen dem Zoo und dem WDSF geht weiter.” schreibt er und verweist auf eine angeblich “einstweilige Verfügung”, die er gestellt haben will. VOR EINER WOCHE!!!!

    Selbst wenn die Gerichte extrem langsam arbeiten, was ich nicht glaube, müsste eine ”einstweilige Verfügung” schon längst durch sein.

    Was bleibt? Das übliche Phrasendreschen!!!

    Beides, die Spekulation um die Todesursache und die Tatsache, dass ihm der Streit mit dem Zoo offenbar wichtiger ist, als der Tod des Delfinbabys (für die ja von Tierrechtlern immer wieder Menschenrechte gefordert werden), ist in meinen Augen in höchstem Maße unseriös und geschmacklos!

    geschrieben von Rüdiger

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