Immer am 1. September beginnt im kleinen Fischerort Taiji/Japan die Jagd auf Delfine.
Die japanische Fischereiagentur (Fisheries Union) hat – laut der Datenbank von Cetabase – folgende Fangquoten für die kommende Jagdsaison 2016/2017 festgelegt:
Insgesamt dürfen 1.820 Delfine aus sieben verschiedenen Arten getötet werden. Das sind 53 Tiere weniger als in der vergangenen Saison. Die Quoten betreffen im Einzelnen folgende Delfin-Arten:
- Weißstreifendelfine: 134
- Streifendelfine (auch Blau-Weiße-Delfine genannt): 450
- Fleckendelfine: 400
- Rundkopfdelfine: 251
Fangzahlen der vergangenen Saison
Zwischen dem 1. September 2015 und dem 29. Februar 2016 wurden in Taiji 902 Delfine aus fünf verschiedenen Arten in die Todesbucht getrieben. 652 Tiere wurden getötet, 133 wurden wieder freigelassen und 117 waren Wildfänge für Delfinarien vor allem in Japan selbst und anderen asiatischen Ländern.
Deutsche Zoos verurteilen Delfin-Treibjagd aufs Schärfste
Auch die beiden Zoos in Deutschland, die Delfine halten (Nürnberg und Duisburg), verurteilen die Treibjagd auf Delfine aufs Schärfste. In beiden Einrichtungen wird nicht der in Japan vorkommende Pazifische Große Tümmler (Tursiops truncatus gilli), sondern der Atlantische Große Tümmler (Tursiops truncatus) gehalten. In Deutschland verzichtet man schon seit über 20 Jahren auf Wildfänge. Fast alle dort lebenden Delfine sind Nachzuchten.
Mehr über die Delfin-Treibjagd, die immer ca. sechs Monate andauert, erfährst du unter SOS JAPAN. Dort gibt es auch Adressen, falls du gegen diese grausame Jagd protestieren möchtest.