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300 tote La-Plata-Delfine


Wie die Artenschutzorganisation YAQU PACHA mitteilt, wurden in den letzten zwei Monaten allein in Rio Grande do Sul (Brasilien) mehr als 300 La-Plata-Delfine getötet.

Tote La-Plata-Delfine
(Foto: YAQU PACHA)

Beschränkungen werden missachtet

Die Nichteinhaltung der zulässigen Netzgröße und die Missachtung der Beschränkungen für bestimmte Fanggebiete sind Faktoren, die zum Anstieg der Sterblichkeit des am stärksten bedrohten aquatischen Säugetieres Südamerikas beigetragen haben.

Nach Untersuchungen des Labors für Ökologie und Erhaltung der marinen Megafauna der Bundesuniversität von Rio Grande (Ecomega/Furg) wurden allein in der südlichen Region von Rio Grande do Sul von November 2020 bis heute mehr als 300 tote La-Plata-Delfine gefunden.

Der Delfin steht auf der Roten Liste

Der La-Plata-Delfin wird auf der Roten Liste der IUCN als „gefährdet“ gelistet.

Gemäß der interministeriellen Verordnung vom 22. August 2012 (Fischereigesetz) dürfen Fischernetze verwendet werden, sofern die zulässigen Größen eingehalten werden und der Fischfang nur in Gebieten ohne Einschränkungen erfolgt.

Höhere Sterblichkeit als früher

„Selbst die Erfüllung dieser Gesetzgebung des Fischereiausschlusses mit den aktuellen Netzgrößen reicht nicht aus, um die Sterblichkeit auf ein nachhaltiges Niveau zu reduzieren. In weiten Arealen der brasilianischen Küste (in allen Gebieten, in denen La-Plata-Delfine vorkommen) gab es keine Hinweise auf eine Verringerung der Sterblichkeit. In einigen Fällen, wie in den Bundesstaaten Santa Catarina, Paraná und São Paulo, gibt es sogar Hinweise auf eine höhere Sterblichkeit im Vergleich zu früher“, meint Dr. Eduardo Secchi, Koordinator des Toninhas-Projekts (Ecomega/FURG), das vom Brasilianischen Fonds für Biodiversität (FUNBIO) unterstützt wird.

YAQU PACHA setzt sich für Schutz des La-Plata-Delfins ein

Der Schutz des La-Plata-Delfins gehört seit über 20 Jahren zu den Hauptaufgaben der Gesellschaft YAQU PACHA. Ziel dieser Arbeit ist es auf die Gefahren hinzuweisen und durch gezielte Forschungs- und Artenschutzprojekte zum Erhalt der Art beizutragen.
(Quelle: YAQU PACHA)

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