In Island wird weiterhin Jagd auf Großwale gemacht, obwohl – laut Medienberichten – nur noch zwei Prozent der Einwohner Walfleisch essen.
Geld und Tradition
Als Gründe für das Festhalten an der Tötung der Meeresgiganten werden unter anderem Steuereinnahmen genannt, die der Walfang einbringt, sowie sichere Arbeitsplätze in der verarbeitenden Fleischindustrie. Und natürlich muss auch die Tradition herhalten. Man töte schon immer Wale und werde es auch weiterhin tun.
Ein Millionär hält Walfang aufrecht
Der größte Profiteur des Walfangs ist der Millionär Kristján Loftsson. Er betreibt als einziger zwei Walfangschiffe in Reykjavik.
Ein Teil des Walfleisches wird nach Japan exportiert.
Kameramann dokumentiert Stürmung des Schiffes
Am 6. August 2026 hat die isländische Küstenwache die „Bandero“, ein Schiff der „Captain Paul Watson Foundation“, gestürmt. Das Schiff war im Einsatz, um Wale zu schützen. Der Kameramann Florian Lohoff war mit an Bord, um eine Dokumentation über die Mission der Walfang-Gegner zu drehen.
150 Finnwale dürfen getötet werden
Mehr als 30 Tötungen von Finnwalen hat die Crew der „Bandero“ bisher dokumentiert, sagt Kameramann Florian Lohoff. „Es werden Tierschutzrechte verletzt bei jedem Abschuss eines Wals.“ Die Wale würden mit mehreren Harpunen beschossen. Sie seien „streckenweise mehr als eine halbe Stunde am Sterben und versuchen zu fliehen.“
Saisonende ist im September. Bis dahin dürfen die Jäger 150 Finnwale erlegen.
Ausweisung und Wiedereinreiseverbot
Die 21 Besatzungsmitglieder der „Bandero“ bekamen ihre Ausweisung überreicht. Zudem besteht ein zweijähriges Wiedereinreiseverbot.
Kristján Loftsson wir also weiterhin seine mit Sprengharpunen erlegte Beute zählen können …
(Quellen: Tagesschau und ARTE)
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