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Island setzt Walfang aus


Endlich mal eine gute Nachricht, was den Walfang angeht. Wie der Tagesspiegel und verschiedene Tierschutzorganisationen melden, will Island 2016 keine Finnwale fangen.

Finnwale (Foto: Rüdiger Hengl)

Finnwale (Foto: Rüdiger Hengl)

Die offizielle Begründung lautet, dass die Auflagen Japans, wohin das Walfleisch exportiert wird, zu hoch seien. Kristjan Loftsson, Chef der isländischen Walfangfirma Hvalur, nennt die Einfuhrbestimmungen „schikanös“.

Zwergwale werden weiterhin gefangen

Wie wohl alle Walfreunde freut sich Meeresschützer Thilo Maack sehr, dass die Jagd auf Finnwale abgesagt wurde. „Walfang gehört ins Geschichtsbuch und nicht ins 21. Jahrhundert“, so Maack. Der Mitarbeiter von Greenpeace ist überzeugt, dass die Kühlhäuser in Island und Japan voll mit Finnwalfleisch seien, da dieses Fleisch kaum noch gegessen würde. Das sieht Maack als Hauptgrund für die Absage.

154 Finnwale pro Jahr hätte Island bis 2018 jagen dürfen. Diese Quote wurde den Walfängern zumindest von der isländischen Regierung zugestanden. Dabei gehört die zweitgrößte Walart zu den bedrohten Meeressäugern.

Doch wie es aussieht, wird eine zweite Walart – der Zwerg- oder Minkwal – weiterhin gejagt. Hier beträgt die Quote 229 Tiere. Diese sollen für den lokalen Markt getötet werden. Offenbar wird dieses Fleisch auch gerne Touristen angeboten.

Es gibt noch drei Walfangländer

Außer Island gehören Norwegen und Japan zu den Walfangländern. Alle drei Länder umgehen das Walfangverbot, welches die Internationale Walfang-Kommission (IWC) 1986 ausgesprochen hat.

Japanische Walfänger, die unter dem Deckmantel der Wissenschaft in antarktischen Gewässern Wale töten, haben dort laut der Meeresschutzorganisation Sea Shepherd 333 Minkwale abgeschossen. Und das obwohl der Internationale Gerichtshof in Den Haag im April 2014 die Jagd verboten hatte.

Walfang wird aus Trotz betrieben

Die Umweltstiftung WWF sieht den Walfang nicht als rationale Angelegenheit an, sondern als Trotzreaktion gegen den moralischen Druck der Weltgemeinschaft.
(Quelle: Tagesspiegel)

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