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Rettung von Delfinen ist aufwendig


Wie wichtig Zoos (und damit auch seriös geführte Delfinarien) für Tier und Mensch sind, hat erst vor Kurzem der Biologe Dr. Benjamin Schulz in einem Artikel beleuchtet.

In der SOS-Station in Harderwijk
(Foto: Rüdiger Hengl)

Neben den vier Säulen Forschung, Bildung, Artenschutz und Erholung gibt es noch einen ganz wichtigen Aspekt, den Zoos leisten und den ich hier nennen möchte.

Große Hilfe kommt von Zoos und Delfinarien

Immer wieder stranden Wale und Delfine.

Als Retter in der Not erweisen sich – neben vielen Freiwilligen – auch Mitarbeiter und Veterinäre aus Zoos und Delfinarien.

Mit ihrem Know-how und ihrer Rettungsausrüstung tragen sie dazu bei, dass die Meeressäuger wieder in ihr natürliches Habitat zurückgebracht werden können.

Manche Delfine oder Schweinswale sind jedoch so krank oder stark verletzt, dass sie in medizinisch ausgestattete Abteilungen eines Delfinariums oder Zoos aufgenommen werden müssen. Dort werden sie gesund gepflegt und je nach Lage wieder ins Meer gebracht.

Kleine Auswahl

Stellvertretend für viele solcher Einrichtungen möchte ich folgende nennen und gleichzeitig an die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen einen großen Dank aussprechen:

*** SOS Dolfijn in den Niederlanden (eingegliedert in den Tierpark Landgoed Hoenderdaell in Anna Paulowna).
SOS Dolfijn ist ein Auffangzentrum für gestrandete Schweinswale und berät außerdem die Regierung und andere Parteien im Falle einer Strandung eines lebenden Wales an den Küsten der Niederlande oder umliegender Länder.

*** Clearwater Marine Aquarium in Florida.
Diese Einrichtung wurde vor allem bekannt durch WINTER. Das Delfin-Weibchen wurde 2005 aus einer Fischfalle gerettet. Da ihm die Schwanzflosse amputiert werden musste, verbrachte sie ihr weiteres Leben in der Auffangstation mit anderen Delfinen. 2021 ist WINTER leider verstorben.

*** SeaWorld Orlando
SeaWorld hat innerhalb von 50 Jahren über 40.000 Tiere gerettet, darunter mehrere Hundert Wale und Delfine. Gestrandete Tiere erhalten hier in einem Hinter-den-Kulissen-Bereich eine erstklassige tierärztliche Versorgung – so lange, bis sie sich vollständig erholt haben. Das Endziel ist immer, die Tiere wieder in ihre natürliche Heimat zurückzubringen.

*** Im kanadischen Vancouver Aquarium werden jedes Jahr über 150 Meeressäugetiere gerettet. Für diese wichtige Aufgabe steht ein eigenes Rettungszentrum zur Verfügung.

*** Im Dolphin and Whale Hospital im Mote Marine Laboratory (Sarasota/Florida) werden kranke Delfine gesund gepflegt, bevor sie wieder in die Freiheit entlassen werden.

*** Texas Marine Mammal Stranding Network
Das Texas Marine Mammal Stranding Network (TMMSN) ist eine gemeinnützige Organisation, die 1980 gegründet wurde, um das Verständnis und den Schutz von Meeressäugern durch Rettung und Rehabilitation, Forschung und Bildung zu fördern.

Das TMMSN besteht aus sechs Regionen entlang der texanischen Küste, die eine koordinierte Reaktion auf alle Strandungen von Meeressäugern bieten.

Es gibt auch immer wieder tierische Patienten, die nicht in freier Wildbahn überleben können. Diese werden in einer ausgewählten permanenten akkreditierten Pflegeeinrichtung untergebracht.

*** Dolphins Plus Marine Mammal Responder
DPMMR kümmert sich in den Florida Keys um kranke und verletzte Delfine. Das Team ist so gut ausgebildet, dass es in Not geratene Delfine rechtzeitig versorgen kann.

Hilfe durch ein großes Netzwerk

Das ist nur eine kleine Auswahl an Rettungseinrichtungen. Auch Delfinarien im Binnenland tragen zur Rettung von in Not geratenen Meeressäugern bei. Bei der Vernetzung über verschiedene Medien ist ein Austausch von Veterinären und Biologen auf schnelle und effektive Weise möglich.

Lesetipps

* Zoos und Tierpersönlichkeiten
* Tierrettung als Filmserie
* Marine Hospitals sind wichtig

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