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Einfühlsamer Abschied


Vor den Färöer Inseln strandete vor kurzem ein Pottwal. Die Inselbewohner hofften, dass das riesige Tier bei der nächsten Flut wieder freikommen würde. Doch leider war dem nicht so. Der Wal starb.

Mit einer einfühlsamen Melodie, auf einer Flöte gespielt, verabschiedete sich ein Färöer von dem sterbenden Tier.

„Ferndiagnose“

Jürgen Ortmüller vom Wal- und Delfinschutz-Forum/Hagen wirft den Färöern vor, dass sie dem gestrandeten Wal nicht geholfen hätten. Doch wie hätten diese das tun sollen? Herr Ortmüller war offensichtlich nicht vor Ort und hat nur eine Ferndiagnose gestellt. Wäre er dort gewesen, hätte er schnell mitbekommen, wie enorm schwierig und in den meisten Fällen unmöglich es ist, einen Wal diesen Ausmaßes in einem unzugänglichen Gebiet zurück ins Meer zu bringen. Einmal davon abgesehen, kann man davon ausgehen, dass der Meeressäuger krank oder verletzt war, sonst wäre er bestimmt nicht in diese missliche Lage gekommen.

Ich selbst habe in Irland 2012 einen sterbenden Finnwal gesehen. Auch die hinzugezogenen Tierschützer konnten nichts für das Tier tun. Sie sorgten lediglich dafür, dass der Wal, der sich im Hafenbecken von Baltimore befand, nicht von Booten gestört wurde.

Man macht es sich schon recht einfach, über andere herzuziehen, ohne vor Ort zu sein und sich selbst von den Gegebenheiten einen Eindruck zu verschaffen.

WDSF interpretiert Foto eines Färöer

Außerdem behauptet Ortmüller auf der WDSF-Facebook-Seite, der Pottwal wäre mit Scheinwerfern angestrahlt worden. Er bedient sich als „Beweis“ dafür eines Fotos, das von einem Einwohner nach dessen Aussage per iPhone gemacht wurde. Dieser hatte für das Foto eine hohe ISO-Auflösung verwendet, damit man das Tier auf dem Foto in der Dunkelheit überhaupt erkennen konnte. Zu keiner Zeit wäre ein Scheinwerferlicht auf den Pottwal gerichtet gewesen (siehe auch Video oben).

Wohlgemerkt, das WDSF, also Herr Ortmüller, war nicht vor Ort. Er postet lediglich ein fremdes Foto, das etwas erleuchtet scheint. Die Lichter, die man auf dem Foto sieht, sind jedoch Lichter, die von Häusern der nahe liegenden Küste herrühren.

Den MEERESAKROBATEN sind schon des Öfteren etwas „eigene“ Interpretationen des WDSF aufgefallen.

Hat Herr Ortmüller bzw. das WDSF schon jemals nachweislich vor Ort in Not geratenen Walen und Delfinen geholfen? Erst wenn das einmal der Fall sein sollte, kann er sich aus meiner Sicht mit gutem Gewissen „Wal- und Delfinschutz-Forum“ nennen.

Ein Kommentar

  1. Gestern um 18:08 schrieb das WDSF (vermutlich Ortmüller) : „Wir bleiben dabei (Anmerkung: Er ist doch nur einer!), dass wir es nicht verstehen, warum dem Wal nicht geholfen wurde als er noch lebte und das war zum Zeitpunkt dieser Passivaktion so, wie sich aus den postings ergibt.“

    Heute gegen 13:00 Uhr schreibt er: „Es ist fast unmöglich, einen gestrandeten Pottwal zu retten.“

    Weiß der Mann überhaupt noch, was er wann und wo sagt? Ist das Taktik? Ist das Verwirrspiel?

    Ich sehe darin keine klare Linie. Für mich ist ein Mann, der sein Fähnchen nach Belieben in den Wind hängt und heute so und morgen so sagt, als Geschäftsführer einer gemeinnützig anerkannten Organisation nicht hinnehmbar.

    geschrieben von Rüdiger

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