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Delfinflüsterin hilft Tieren in Not


Immer wieder geraten Delfine in Not. Sei es, dass sie von einem Boot verletzt werden oder sich in einem Fischernetz verheddern oder sie erkranken an einer gefährlichen Infektion.

WINTER
(Foto: Clearwater Marine Aquarium)

In solchen Fällen schreiten Rettungsstationen ein wie zum Beispiel das Clearwater Marine Aquarium (CMA) in Florida (USA).

WINTER hatte Glück

Diese Einrichtung wurde vor allem durch das Schicksal von WINTER bekannt.

Der Große Tümmler (ein Weibchen) geriet vor 16 Jahren in eine Krabbenfalle und verletzte sich sehr schwer. Obwohl WINTER die Fluke amputiert werden musste, führt sie zusammen mit anderen tierischen Patienten ein erfülltes Leben.

Rescue, Rehab, Release

Doch wer steckt hinter den Rettungsaktionen und wer pflegt die kranken und verletzten Meeressäuger?

Unter anderem ist das Camille Zodrow, die auch liebevoll „Delfinflüsterin“ genannt wird. Sie und ihre Kolleg:innen behandeln die Tiere nach dem Prinzip: „Rescue, Rehab, Release“ (retten, gesund pflegen, freilassen). Das Ziel ist immer, die Patienten nach ihrer Genesung ins offene Meer zurückzubringen.

Leider gelingt das nicht mit allen Tieren. Manche bleiben als Dauergast im CMA. Camille kümmert sich seit über zehn Jahren um diese Langzeitbewohner.

„Eine Beziehung zu den Tieren aufzubauen und ihr Fürsprecher zu sein, treibt mich jeden Tag im Beruf am meisten an“, schwärmt die Tierpflegerin. Durch die intensive Betreuung kennen sie und ihre Kolleg:innen ganz genau die Bedürfnisse der Tiere. Sie wissen, was jeder Meeressäuger am liebsten frisst, welches Spiel ihn am meisten motiviert usw. An oberster Stelle für sie steht das Befinden ihrer Schützlinge und deren Gesundheit.

Dauerbetreuung

Mindestens zwölf Stunden am Tag kümmern sich die Mitarbeiter des CMA um ihre Patienten. Darunter befinden sich nicht nur Delfine, sondern auch Schildkröten, Otter und Pelikane. Wenn ein kranker oder verletzter Delfin neu eintrifft, wird er rund um die Uhr versorgt.

Die Delfine werden alle zwei Stunden gefüttert. Dazwischen wird ausgiebig mit ihnen gespielt. Aber auch das Saubermachen der Becken gehört zur optimalen Versorgung.

Auch die Edukation kommt nicht zu kurz. Das bedeutet, dass Camille sich um die Besucher der Einrichtung kümmert und ihnen etwas vom Befinden und von den Bedürfnissen der Meeresbewohner erzählt. „Wir möchten die Menschen dazu inspirieren, ihren Teil zum Erhalt unserer Umwelt beizutragen und dies an ihr Umfeld weiterzugeben“, erklärt die „Delfinflüsterin“.
(Quelle: Die Delfinflüsterin von St. Pete/Clearwater)

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2 Kommentare

  1. Vielen Dank für deine Meinung Dani. Im Sinne der Vielfalt benutze ich in meinen Artikeln mal diese, mal jene Schreibweise. Bei den „Mitarbeitern des CMA“ habe ich sogar ganz auf die weibliche Form verzichtet. ;o)

    geschrieben von Susanne
  2. Es tut mir leid, das sagen zu müssen, aber wenn ich Dinge wie „Kolleg:innen “ lesen, sehe ich darin Frauen in keiner Weise gleichberechtigt sprachlich dargestellt, – was ja der Zweck dieser Schreibweise sein soll – sondern vielmehr zu einem orthografischen Anhängsel der maskulinen Grundform des Substantiv degradiert. Eher nehme ich die maskuline Grundform für mich selbst an, weil ich meinem natürlichen Geschlecht keine große Bewandnis beimesse, aber das ist nur meine persönliche Einstellung. Wenn der Platz es erlaubt, und das ist bei so einem redaktioniellen Text doch ohne weiteres gegeben, besteht irgendein Hindernis, „Kollegen und Kolleginnen“ zu schreiben?

    geschrieben von Dani

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